Der langsamste Golf der Welt
Auffallen ist die Devise, und das um jeden Preis. Dies könnte eine mögliche Erklärung sein, warum man auf die Idee kommt seinen Golf 2 mit Teilen eines Trabants auszustatten. Dabei kommen nicht nur einige Kleinteile zum Einsatz, sondern beinahe das ganze Innenleben samt Motor stammt vom Klassiker des Sachsenrings. Umso erstaunlicher also, dass das Fahrzeug trotzdem sehr Edel wirkt und definitiv ein einzigartiger Blickfang ist.
Wer diesen Golf vorbeifahren hört wird sich vermutlich verwundert die Augen reiben, denn vom Typischen Motorsound ist nichts mehr zu hören. Stattdessen nagelt unter der Haube ein Motor eines Trabants. Dieser leistet dank 0,6 Litern Hubraum satte 26 PS und wirkt im großen Motorraum des Golfs beinahe verloren. Selten hat man einen so aufgeräumten und leeren Motorraum gesehen.
Welchen Aufwand es bedeutet einen Trabi-Motor in einen Golf zu verpflanzen lässt sich nur schätzen, Tatsache ist jedenfalls dass die komplette Trabantantriebstechnik zum Einsatz kommt und Antriebswellen und Fächerkrümmer eine Sonderanfertigung sind.
Auch im Innenraum wurden maßgebliche Veränderungen gemacht. Die Reserveradmulde und der Mitteltunnel wurden komplett Entfernt. So erhält der Golf einen durchgehenden glatten Unterboden und eine bisher nicht dagewesene Beinfreiheit. Ein eigens für den Wolfsburger angefertigtes Trabantarmaturenbrett beherbergt nun die Trabi-Technik. Auf den Trabantsitzen ohne Kopfstützen fährt man Standesgemäß durch die Gegend. Auch die Details wie die Trabanttürgriffe und einen völlig gecleanten Innenraum dürfen natürlich nicht fehlen. Die Seitenverkleidungen wurden aufwändig geglättet und in der Farbe der Sitze lackiert.
Das Exterieur hingegen ist eher im klassischen Golf 2 Tuning Look gehalten und schafft so einen beeindruckenden Kontrast zum nun schlichten und etwas biederen Innenraum. Ein KW Gewindefahrwerk und Mercedesfelgen sind die auffälligsten Veränderungen. Die Farbe ist laut Aussagen des Besitzers aus einer Mischung verschiedenster Reste entstanden.
Mehr über den Wagen, den stolzen Besitzer und den Umbau gibt es auf http://www.xs-edition.de
Archiv: News im Juli 2010






































