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Kommentare (0)  | Bilder(2) 25. November 2016
// Community: Ein schwieriges Verhältnis

Getunte Autos richtig versichern – was man beachten sollte

Wenn man Tuningmaßnahmen oder sonstige Modifizierungen am Auto vornimmt, die nicht der Serie entsprechen, sollte man sich bewusst sein, dass man diese in bestimmten Fällen der Versicherung melden sollte, um im Falle eines Unfalls oder anderweitigen Schadensfällen weiterhin abgesichert zu sein. Wir haben im Folgendem einmal für euch aufgeführt, was man dabei beachten sollte.

Wer sein Auto technisch und optisch modifizieren und den eigenen Vorstellungen anpassen möchte, muss immer die geltende Gesetzgebung im Hinterkopf behalten. Viele Nachrüst- und Tuningteile müssen bei einer Prüforganisation wie dem TÜV oder der Dekra zur Abnahme vorgeführt werden und sind zwingend eintragungspflichtig – dies gilt in manchen Fällen sogar trotz vorhandener ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis). Gleichwohl gibt es immer wieder Gegenwind für Autofreunde, welche hierbei eher einem lieb gewonnenen Hobby nachgehen. Gerade die Versicherung bittet gerne zur Kasse, wenn es um dieses Thema geht.


Steigen mit der Modifizierung bzw. dem Tuning des Fahrzeugs auch die Kosten?

Grund für die vielen Unterschiede sind die Typklassen, die bei der Versicherung eine Rolle spielen. Je mehr Leistung das Auto hat, desto höher steigt es in der Regel in dieser Einstufung, was schließlich höhere Kosten zur Folge haben kann. Tatsächlich wäre es fahrlässig, eine Änderung nicht schriftlich eintragen zu lassen. Denn im Falle eines Unfalls könnte die Versicherung einen Anteil von bis zu 5.000 Euro vom Fahrer selbst tragen lassen. Hinzu kommt die gesetzliche Strafe, die individuell und je nach Schadensfall bzw. dem Fahrzeug des Versicherungsnehmers angepasst wird. Falls die einzelnen Bauteile zur Modifizierung über eine ABE verfügen, muss man diese im Normalfall nicht von TÜV oder einer anderen Prüforganisation eintragen lassen. Ausnahmen gibt es jedoch beispielsweise bei bestimmten Rad-Reifen-Kombinationen oder Sportfahrwerken – hier kann es sein, dass man trotz mitgelieferter ABE eine Eintragung vornehmen lassen muss. Daher sollte man sich immer ausreichend vorher informieren, was im Einzelfall zu tun ist. Sollte es mit dem veränderten Wagen jedoch zu einem Unfall kommen, so wäre die Haftpflichtversicherung weiter dazu da, die entstandenen Kosten zu decken. Hier gilt es, selbst aktiv zu werden, um die günstigste Police für den getunten Wagen zu finden. Der Autobild Ratgeber zur Kfz-Versicherung kann zu diesem Thema einen weitsichtigen Überblick bieten, um möglichst schnell Geld sparen zu können, indem man für sich und sein getuntes Fahrzeug den besten Versicherungspartner mit den günstigsten Konditionen und dem idealen Rundumschutz für alle Situationen auswählen kann.

Welche Änderungen muss ich der Versicherung melden?

Wer seinen Wagen beispielsweise mit hochwertigen Alufelgen, einem Spoiler oder einem Sportauspuff versieht, steigert so im Normalfall bei Verwendung qualitativer Komponenten und fachgemäßer Montage automatisch auch seinen Wert. In der Folge könnte eine Grenze überschritten worden sein, die auch eine gesteigerte jährliche Prämie zur Folge haben kann. Die Anpassungen sollten der eigenen Police also notfalls möglichst zeitig gemeldet werden. Auf der anderen Seite stehen die optischen Änderungen, bei denen die Unklarheit der Fahrer oft sogar noch größer ist. Doch selbst bei kleinen Verschönerungen wäre es von Vorteil, sie direkt zu melden. In der Regel haben sie zwar keinen Einfluss auf die Einstufung der Typklasse, doch ist der Fahrer so definitiv auf der sicheren Seite. Andererseits haben es die Fahrer schwer, überhaupt eine Absicherung zu finden. So schätzt etwa der ADAC, dass die Hälfte der Versicherungen leistungsgesteigerte Autos erst gar nicht annimmt. Die Auswahl dürfte sich im Vergleich zu einem normalen Wagen also schon einmal deutlich einschränken.

Fazit

Getunte Autos und Versicherungen sind nach wie vor ein schwierig zu vereinendes Paar. Viele Autofahrer sind sich nicht bewusst, welche Änderungen und Modifizierungen der Versicherung zwingend zu melden sind bzw. im Idealfall zu melden wären. Ziel sollte es sein, die rechtlichen Unklarheiten in diesem Bereich in den kommenden Jahren noch weiter abzubauen, um den Fahrern ein sicheres Gefühl in Sachen Absicherung im Schadensfall bieten zu können. So ließe sich so mancher Disput schon im Keim ersticken.

Fotos: Bild 1: © Depositphotos.com | Mshake Bild 2: © Depositphotos.com | EpicStockMedia

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