Die Wurzeln der Formel 1 gehen bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Bereits im Jahr 1906 fanden erste Rennen unter dem Namen Grand Prix in Frankreich statt, welche der Formel 1 glichen. Das heißt, dass in diesem Jahr erstmals Rennen auf eigens dafür abgesperrten Strecken stattfanden, bei welchen alle Fahrer gleichzeitig starteten.
In den 20iger Jahren wurden in Europa bekannte Rennstrecken gebaut, so unter anderem Monza und der Nürburgring. Im Jahr 1925 fand sodann das erste Rennen statt, bei welchem ein WM Titel vergeben wurde. Dieser WM Titel wurde aber nicht wie heute an Fahrer und Teams vergeben, sondern an die Fahrzeughersteller. Zu den erfolgreichsten Marken dieser Zeit gehörten Bugatti und Alfa Romeo.
In den darauf folgenden Jahren hielten auch die Deutschen Automobilmarken Einzug in den Automobilsport, so zum Beispiel Mercedes Benz und Auto Union. Zwischen 1934 und 1939 waren die deutschen Autos die dominierenden im Automobilsport.
Ein Einschnitt in den Automobilsport in Europa fand durch den Zweiten Weltkrieg statt. Im Jahre 1945 fanden wieder kleinere Rennen in Frankreich statt. Seit 1947 fanden die Rennen dann unter dem Namen „Formel A“ statt. Später wurde die Formel A in Formel 1 umbenannt. Ausschlaggebend für die erste Weltmeisterschaft im Jahre 1950 war die Einführung einer Motorrad Weltmeisterschaft im Jahre 1949.
So fand am 13. Mai 1950 das erste Formel 1-Rennen in Silverstone statt. Zu den Teams, die an der ersten Weltmeisterschaft teilnahmen, gehörten Alfa Romeo, Ferrari, Maserati, Talbot und Gordini.
Ab diesem Zeitpunkt fanden jährlich Weltmeisterschaften in der Formel 1 statt, wobei in den Jahren 1952 und 1953 nach dem Rücktritt von Alfa Romeo die Teams aus der Formel 2 an den Formel 1-Rennen teilnehmen durften, da ansonsten ein zu kleines Starterfeld gewesen wäre. Nachdem dann im Jahre 1954 wieder eine „richtige“ Formel 1 eingeführt wurde, das heißt es durften nur Autos mit einem Hubraummaximum von 2500 m³ teilnehmen, kehrte auch Mercedes wieder zurück. Jedoch blieb dies nicht lange so, denn bereits im darauf folgenden Jahr erklärte Mercedes zunächst wieder seinen Rücktritt, nachdem bei einem Grand Prix in Frankreich über 80 Zuschauer bei einem Unfall starben. Auch Lancia entsagte sich aufgrund des tragischen Unfalls der Formel 1. Die Entwicklung der Formel 1-Rennwagen schritt nun immer weiter voran, so dass bereits Ende der 50iger Jahre das Team Cooper den Motor nicht mehr vor dem Fahrer platzierte, sondern dahinter.
Anfang der 60iger trat ein neues Reglement in Kraft, welches aufgrund der Vielzahl von Unfällen eine Verringerung des Hubraums vorsah. So war seit diesem Zeitpunkt nur noch ein Hubraummaximum von 1500 m³ zulässig. In den kommenden Jahren gewannen auch neue Teams an Bedeutung und Ruhm, so zum Beispiel Lotus, BRM und Brabham. Ende der 60iger wurde das Hubraummaximum wieder angehoben und lag jetzt bei 3000 m³. Bereits zu dieser Zeit begannen die Teams an den Rennwagen Front- und Heckspoiler zu montieren, jedoch wurden diese an langen Stangen montiert, so dass es zu einigen Unfällen kam und man daraufhin die Spoiler auf das noch heute gültige Maß kürzen ließ.
Anfang der 70iger Jahre gab es wieder eine Neuerung an den Rennwagen und zwar die Slicks. Einschneidend in der Formel 1 in den 70igern war der Sieg von Niki Lauda im Ferrari im Jahre 1975. 1976 erlitt er dann einen schweren Unfall, welchen er nur knapp überlebte. Ende der 70iger waren erstmals Erfolge von Renault und Williams zu verzeichnen.
Anfang der 80iger gehörten zu den stärksten Teams Ligier, Brabham, Renault und Williams. Neuerungen an den Rennautos fanden in der Form statt, dass man Anfang der 80iger damit begann, die Turbotechnik einzuführen. Im Jahr 1983 ging das Duell Turbo gegen Saugmotor endgültig mit einem Sieg für den Turbomotor aus. Erster „Turboweltmeister“ wurde Nelson Piquet im von BMW angetriebenen Brabham. Nach und nach wurden neue Regeln eingeführt, wie zum Beispiel die begrenzte Spritmenge und die Anzahl der Tankstopps. So konnten nicht nur die schnellsten gewinnen, sondern auch die, die am besten mit dem Benzin auskamen. McLaren konnte sich Anfangs am besten auf diese Änderung einstellen. Ende der 80iger wurden die Turbomotoren verboten und der maximale Hubraum für Saugmotoren nunmehr auf 3500 m³ angehoben.
Anfang der 90iger betrat erstmals Michael Schumacher das Siegerpodest und wurde 1994 im Benetton erstmals Weltmeister. Nach dem tragischen Unfall von Ayrton Senna im Jahre 1994 wurde der maximale Hubraum im Jahre 1995 nunmehr wieder auf 3000 m³ gesenkt. Nachdem Schumacher auch 1995 den Weltmeistertitel holte, wechselte er im Jahre 1996 zu Ferrari. Die End-90iger waren gute Jahre für McLaren-Mercedes und so holte in den Jahren 1998 und 1999 Mika Häkkinen den Weltmeistertitel.
Im Jahre 2000 gewann Ferrari nach 21 Jahren erstmals wieder durch Michael Schumacher die Weltmeisterschaft. In den folgenden Jahren konnte Michael Schumacher seinen Titel verteidigen, bis im Jahre 2005 die „Ferrari-Ära“ durch Fernando Alonso beendet wurde. Dieser wurde somit mit 24 Jahren jüngster Weltmeister in der Formel 1-Geschichte.
Die Formel 1 hat sich über die gesamten Jahre zu einer Motorsportveranstaltung mit der größten Zuschauer- und Medienbeteiligung entwickelt.