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Achtung, Tesla! Hier kommt der Porsche Mission E!

8. Oktober 2015
Tuning News: Porsche steht unter Strom

Was Tesla - wohlgemerkt seit Jahren - kann, das können wir auch! Dachte man sich wohl bei Porsche und will dem Hersteller von Elektrofahrzeugen aus Kalifornien die Vormachtstellung entreißen. Mit dem Mission E wurde auf der diesjährigen IAA in Frankfurt eine Studie vorgestellt, die man sich glatt in die heimische Garage stellen möchte.

Die Verwandtschaft mit den Konzernbrüdern 918 Hybrid und Panamera kann der Mission E absolut nicht leugnen, jedoch ist er trotzdem erfrischend eigenständig und steht stellvertretend für die Prinzipien, die einen Porsche schon immer ausgemacht haben. Das Datenblatt offeriert auf den ersten Blick schon die traditionellen Sportwagen-Gene des Konzerns aus Zuffenhausen, die auch bei einem rein elektronischen Antrieb bei Weitem nicht zu kurz kommen. 600 muntere Pferdestärken, über 250 Kilometer pro Stunde und nur knapp 3,5 Sekunden für den flotten Ritt auf 100 sind eine ernstzunehmende Ansage an die Konkurrenz. In unter 12 Sekunden sollen bereits die 200 Stundenkilometer erreicht sein.

Worauf es bei dieser innovativen Antriebstechnologie im Vergleich zum klassischen Verbrennermotor ankommt, hat die Redaktion von sueddeutsche.de auf den Punkt gebracht: „Entscheidend ist bei einem Elektroauto aber natürlich die Reichweite. Auf 500 Kilometer soll es der Porsche bringen und demnach wäre er durchaus konkurrenzfähig zu Teslas Model S. 80 Prozent der Batterie sind nach Angaben des Automobilherstellers bereits nach einer Viertelstunde geladen.“ Damit wären wohl auch die letzten Bedenken potentieller Käufer eines Elektroautos bedient. In puncto Reichweite und Betankungszeiten muss sich der beeindruckende Stromer-Porsche nicht verstecken.

Ein wahres Technik-Wunder ist Porsche da gelungen

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Huch, wo ist denn die B-Säule hin? Dank stabilem Kohlefaser-Monocoque ist diese beim Mission E Geschichte.

Die nur 1,3 Meter hohe Karosserie bietet bequem Platz für vier Personen, die auf schicken Einzel-Schalensitzen Platz nehmen dürfen. Das imposante Heck wird dominiert durch ein durchgängiges Leuchtenband in schwarzem Glas. Wahre Technik-Highlights sind weiter vorne am Fahrzeug zu finden. Der Porsche Mission E verwendet für seine Scheinwerfer die von Audi entwickelte Matrix-LED-Technologie, die aus Leuchtioden besteht und elektrisch verstellbar ist. Dies ermöglicht die dauerhafte Fernlichteinstellung, die den Gegenverkehr aufgrund der variablen steuerbaren Lichtverteilung nicht blendet. Ein weiteres Schmankerl bieten die virtuellen Außenspiegel, die ihre Bilder über eine Kamera auf die Frontscheibe projizieren. Zudem werden relevante Sicherheitsinformationen angezeigt und dem Fahrer ein besserer Überblick über seine Umgebung ermöglicht. Weniger praktische Natur, jedoch umso amüsanter präsentiert sich die Kamera im Innenspiegel, die die Laune des Fahrers erfasst und diese als Emoticon auf dem Display im Cockpit darstellt. Das Bedienkonzept ist allgemein komplett auf den Fahrer ausgerichtet. Das Fahrerdisplay, das aus 5 Rundinstrumenten mit OLED-Technik besteht, wird per Augensteuerung bedient. Das System erkennt das Instrument, das aktuell betrachtet wird und stellt die entsprechendes Einstellmöglichkeiten zur Verfügung, die man per Tastendruck am Lenkrad auswählen kann. Je nach Position und Sitzhaltung des Fahrers wird zudem das Display ausgerichtet.

Die Batterieeinheit ist im Unterboden eingebaut und erstreckt sich über die komplett zwischen beiden Achsen. Das sorgt für die perfekte Balance durch gleichmäßige Verteilung des Fahrzeuggewichts. Das Sportwagenfeeling und die Straßenlage wird zusätzlich noch durch den sehr niedrigen Schwerpunkt des Mission E unterstrichen. Porsche interpretiert das Leichtbaukonzept des Fahrzeuges nicht etwa durch massigen Einsatz von Carbon-Elementen, sondern vielmehr durch den idealen Material-Mix aus Stahl, Aluminium und Kohlefaser für die zu erleichternde Stelle. Hierbei wird wieder die Nähe zum Motorsport sichtbar. Die Türen des Porsche öffnen gegenläufig und ermöglichen dadurch nicht nur einen komfortablen Einstieg, sondern auch den offenen Blick auf das sogenannte „Weissach-Frame“, einem Monocoque aus Carbon, welches die Fahrgastzelle bildet. Die Breitreifen sind auf 21 Zoll vorne und 22 Zoll hinten große Aero-Räder gezogen, die sich durch ihr sehr geringes Gewicht auszeichnen und eine hohe Querdynamik des Fahrzeugs ermöglichen.

Was macht den Mission E im Vergleich zur Konkurrenz so besonders?

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Puristisch und zeitlos trotz modernster Technik: Der Mission E setzt mit klaren Linien auf altbewährtes Design!

Porsche hat einen sehr effizienten Motor entwickelt, die sogenannte PSM, was für „permanent erregte Synchronmaschine" steht. Diese zeichnet sich durch sehr hohe Leistungsdichte sowie Wirkungsgrade aus, das alles bei gleichbleibender Konstanz der Leistung. Jeweils eine PSM sitzt an der Vorder- und Hinterachse des Boliden und ermöglicht zusammen mit dem Porsche Turbo Charging eine beeindruckende Performance. Die Schnelllade-Technik setzt auf 800 Volt Spannung anstelle der üblichen 400 und kommt bei Bedarf ohne angeschlossenes Kabel aus. Über Induktion ist es möglich, über eine spezielle Platte im Boden zu fahren und dadurch das Fahrzeug bequem ohne einen Handgriff zu laden. Trotz der technischen Unterschiede kann man den Porsche auch an normalen, öffentlich verfügbaren Ladesäulen oder über den im Frontkotflügel befindlichen Anschluss auf herkömmliche Weise per Kabel „betanken“. In unter einer Viertelstunde bereits sollen 80% der gesamten Kapazität des Mission E befüllt werden können. Auch die große Reichweite ist bisher unerreicht und befähigt den Porsche, auch lange Strecken ohne Zwischenstopp zurückzulegen. Selbst ein gesunder Bleifuß lässt den Zuffenhausener kalt. Selbst wenn man mehrmals hintereinander stark beschleunigt, gibt es, anders als bei anderen Antriebskonzepten keinerlei Leistungsverlust. Wer sich den Luxus-Stromer sichern möchte, muss sich noch eine ganze Weile gedulden. Porsche will die Serienversion frühestens 2018 auf den Markt bringen.

Text: F. Fischer, Fotos: Porsche

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