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Comeback in aktualisiertem Gewand: VW Golf IV von Sven Schulz

24. Februar 2014
Private-Cars: VW Golf IV Reloaded

Der Golf, den wir euch heute vorstellen, hat seinen ersten Lauf als Showcar in der Tuningszene bereits vor einer ganzen Dekade absolviert. Nach einer langen Ruhepause hat Sven Schulz dem Vierer eine Frischzellenkur verpasst, die diesen direkt wieder in die Wolfsburger Oberliga katapultieren dürfte.

Der Saarländer Sven Schulz ist den meisten Tuningenthusiasten wahrscheinlich hauptsächlich als Organisator verschiedener Großevents bekannt. So ist er nicht nur Projektleiter der Tuning Expo Saarbrücken, sondern stellt auch die Lineups für die tuningXperience auf der Essen Motor Show sowie den European Tuning Showdown auf der Tuningworld Bodensee zusammen. Den Grundstein für seine hervorragende Vernetzung in der Szene hat er allerdings bereits vor vielen Jahren gelegt, als er selbst als Showcarbesitzer unterwegs war. Die Fahrzeuge, mit denen Sven national und international antrat, setzen stets Maßstäbe. So wird vor allem sein jüngstes Projekt, der „Yakuza Phaeton“, noch vielen lebhaft im Gedächtnis sein.

Comeback in aktualisiertem Gewand: VW Golf IV von Sven Schulz Bild 763387

Der Golf der vierten Generation gesellte sich im Jahre 2003 zu Svens Fuhrpark und wurde damals nach allen Regeln der Kunst veredelt. Viele Dinge, die damals absolut „en Vogue“ waren, sind dies natürlich heute nicht mehr. Aus diesem Grund gönnte Sven dem Wagen, der vor einer Dekade einer der meistbeachtesten Vierer war, ein Update, das sich gewaschen hat. Es wurde rückgerüstet, umgerüstet und umgebaut, was das Zeug hält. Und zum Ergebnis lässt sich nur sagen: Comeback gelungen!

Ein zeitloser Antrieb

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Unter der Motorhaube des Golfs bestand vergleichsweise wenig Upgradebedarf. Hier wurde hauptsächlich die Optik auf das neue Erscheinungsbild des Vierers angepasst. Schließlich wurden alle Motorabdeckungen und Behälter bereits vor 10 Jahren in Wagenfarbe getaucht und sollten auch in Zukunft zur Karosserie passen. Die zahllosen hochglanzpolierten Edelstahlschrauben durften natürlich bleiben. Ebenso verhielt es sich mit den hochglanzpolierten Aluminium-Deckeln für Öl, Servoflüssigkeit, Wischwasser und den Dome-Caps.

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Technisch muss sich der V5 auch nach einer Dekade nicht vor der Konkurrenz verstecken. Das Triebwerk wurde nämlich mit einem Garrett GT28RS Turbolader ausgestattet und erhielt eine komplette Ladeluftverrohrung aus hochglanzpoliertem Aluminium. Außerdem spendierte Sven dem Motor einen offenen Luftfilter aus dem Hause K&N sowie auf die neuen Gegebenheiten angepasste Software.
Auf der Abgasseite verrichtet ein modifizierter Fächerkrümmer seinen Dienst, der in eine Sportauspuffanlage mündet. Ein großer Ladeluftkühler und ein zusätzlicher Ölkühler von Racimex sorgen dafür, dass die Maschine nicht zu hitzköpfig agiert.

Stance is everything

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Svens Golf trat bereits seinen ersten Lauf als Über-Vierer mit dem H.A.S. Luftfahrwerk von Bullock Style an. Im großen Setup mit 2 großen ViAir Kompressoren sowie 2 vechromten Lufttanks war natürlich auch hier nichts nachzubessern. Bis auf den satten Tiefgang des Showcars lässt eigentlich nichts auf ein Airride schließen. Denn die Technik sitzt komplett versteckt in der Reserverradmulde, die wiederum vom HiFi-Showausbau versteckt wird. Lediglich die Druckanzeige im Innenraum verrät, dass hier mit Luft gearbeitet wird. Und um auf Nummer sicher zu gehen, kommt eine elektronische Tankentwässerung zum Einsatz. Außerdem sind im Motorraum Notbefüllventile vorgesehen, mit deren Hilfe im Fall der Fälle sowohl die Vorder- als auch die Hinterachse versorgt werden können.

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Rädertechnisch war Sven im Jahr 2003 auf Budniks unterwegs. Die Walzen aus den USA mussten nun dreiteiligen Artec Turbo P weichen. Der Saarländer ließ die seltenen Felgen hochglanzverdichten. Die Innenbetten bekamen eine schwarze Lackschicht verpasst. Außerdem sorgen flache, mit Porscheemblemen versehene Felgendeckel aus Edestahl für ein edles Finish. Die per Artec Adapterplatten monitierten Räder in 9x18 Zoll sind mit Kumho-Pneus in den Reifen-Dimensionen 215/35R18 bespannt. Außerdem wurden die Radhäuser so angepasst, dass der optimale “Stancefaktor” erreicht wird. Vorne kamen 1,5 und hinten 2,5 Zentimeter an Platz pro Radhaus dazu. Dem Karosseriebauer sei Dank.

Innen(t)raum by Gaber

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Spätestens jetzt sollte ich erwähnen, dass Svens Vierer zu der Kategorie der Showcars gehört, die man im Rahmen eines Artikels gar nicht detailgetreu beschreiben kann. Die Features zum Beispiel, die Sven zusammen mit Sattlerikone Christian Gaber aus Stuttgart ausgebrütet hat, würden für einen eigenen Artikel reichen. Das Interieur des Vierers wurde völlig umgekrempelt und veredelt. Wirklich überall machen sich Alcantara und Leder in beige mit blauen 3D-Ziernähten breit.

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Neben bei Showcars dieses Levels standesgemäßen Extras wie gelederten Sonnenblenden, samt Schaltknauf geledertem Schaltsack, gelederter Mittelkonsole und gelederten Fußmatten wartete Svens Golf von Anfang an mit einzigartigen Specials auf.

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So findet man im Innenraum des Vierers aus dem Saarland kein Kunststoffteil, das nicht durch die Hände von Christian Gaber gewandert ist. Sogar die unzähligen Blendrahmen von Elementen wie zum Beispiel dem Radio oder der Klimaanlage wurden veredelt. Ebenso machte die Modifikationswut auch nicht vor den Sitzschienen, den Säulenverkleidungen und dem Amaturenbrett halt. Auch das 32er Raid-Airbaglenkrad und der Teppichboden wurden einem Optik-Update unterzogen, das seinesgleichen sucht.

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Egal, wo man im Inneren des Golfs hinblickt: Christian Gabers Markenzeichen, die bekannte Doppelnaht, lacht einem überall an. Neben dem zum Rest des Interieurs passend designten Dachhimmel fällt hier vor allem das Gestühl des Volkswagens auf. Die Muster sind sowohl auf den Vordersitzen als auch auf der Rücksitzbank so angeordnet, dass sich eine markante Designsprache ergibt. Und das ist noch nicht alles. Die komplett elektronisch verstellbaren Recaro Sport Topline Sitze, die mit Features wie ausziehbaren Beinauflagen, Sitzheizung und sogar Sitzkühlung daherkommen, wurden ihrer Gurtdurchführungen beraubt. Die Rückbank erhielt zum Ausgleich Custom-Kopfstützen, die sich “in einem Guss” an das Gestühl anschmiegen.

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