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Dodge Challenger - Pony Car in pinkem Custom-Style

17. Juli 2013
Youngtimer: Dodge Challenger made for her

Schöne Ladys und heiße Autos gehören zusammen. Schon immer. Bei diesem heißen Dodge ist die Blondine daneben aber nicht nur gern gesehenes Beiwerk. Andrea schraubt und fährt das legendäre US Car selbst. Dieser 1973er Challenger trägt hierbei den Schriftzug El Diablo am Heck vollkommen zurecht.

Der US-amerikanische Automobilhersteller Dodge verkaufte unter der Typenbezeichung Dodge Challenger in den Jahren von 1969 bis 1974 sowie von 1978 bis 1983 zwei unterschiedliche Sportcoupes. Der hier vorgestellte Challenger aus dem Jahr 1973 ist folglich eines der ersten dieser Coupés. Er gehört von der Klassifizierung her zu der nach dem ersten Ford Mustang benannten Fahrzeuggattung der Pony Cars.

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Über 80.000 Stück im ersten Jahr

Der Plymouth Barracuda der dritten Generation ist mit dem Challenger der ersten Generation weitestgehend baugleich. Lediglich leichte Modifikationen der Karosserie und der 5cm veränderte Radstand unterscheiden diese beiden Coupés. Der Challenger fand mit 83.032 verkauften Einheiten im ersten Produktionsjahr eine gute Aufnahme am Markt. Dennoch wurde seine Produktion nach nur fünf Jahren Bauzeit mit dem Ende des Modelljahres 1974 fürs Erste ersatzlos eingestellt. Allgemein wurde in den Staaten der Niedergang der Pony Cars eingeläutet,

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"Besonders die Rückansicht des Pony Cars inspirierte Andrea"

Nachdem die Mitbesitzerin der Custom Schmiede „Motor Visionen“ in Sachsens Landeshauptstadt Dresden unzählige Fahrzeuge auf die Straße gebracht hatte, war es in Ihren Augen endlich Zeit für ein eigenes Projekt. Der Wagen sollte Klasse beweisen und eben auf seine Art einzigartig sein. Zudem sollte das Fahrzeug selbstredend auch Aushängeschild und Werbeträger der eigenen Firma werden. Nach etlichen Überlegungen fiel die Wahl auf einen Dodge Challenger. Besonders die Rückansicht des Pony Cars inspirierte Andrea und ihren Partner Uwe. Daraufhin suchte Andrea lange nach solch einem Fahrzeug und wurde letztendlich im US Staat Washington fündig. Die notwenigen Formalitäten für den darauf folgenden Import waren schnell erledigt, denn der Import von Fahrzeugen aus den Staaten gehört zum täglichen Brot des MotorVisionen-Teams.

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Die komplette Restauration des Dodge

Zwar war der Dodge Challenger schwer verunfallt, aber dennoch vollkommen frei von Rost. Da aber sowieso eine komplette Restauration des US-Cars anstand, ließ sich Blechspezialist Uwe weder von der völlig zerstörten Front, noch vom verzogenen Rahmen sonderlich beeindrucken. Die Karosserie wurde in der Werkstatt komplett zerlegt und nach Beseitigung der Schäden von Grund auf neu aufgebaut. Dabei verwendete Uwe keinerlei Neuteile, sondern arbeitete mittels feinster Technik die zerknitterten Originale wieder auf. Im Zuge dieser Arbeiten wurde der Dodge auch direkt einem dezenten Cleaning unterzogen. So wurden die Zierleisten und die Seitenbegrenzungsleuchten entfernt sowie die Front- und Heckschürze entsprechend bearbeitet. Klarglasscheinwerfer mit LED Blinkern und ein Tankdeckel vom 2009er Challenger sorgen für einen dezent modernen Touch am 70er Jahre Coupé. Nach den vollendeten Karosseriearbeiten wurde dem Challenger nach Andreas Vorstellungen eine Designlackierung in Schwarz/Candy-Violett spendiert.

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V8 Block komplett revidiert

Natürlich erfuhr dem Dodge Challenger von Andrea auch unter der Haube einer Revision. Der 5,2 Liter fassende V8-Block wurde komplett überholt und neu aufgebaut. Ein polierter Edelbrock-Vergaser auf einer Ansaugspinne vom gleichen Hersteller sorgt für die Kraftstoffaufbereitung. Gemeinsam mit dem Mopar-Ventildeckel sorgt dies für eine tolle Optik unter der gewaltigen Haube, welche von Schnellverschlüssen fixiert wird. An den keramikbeschichteten Fächerkrümmer von Hedmann Street Hedder wurde von Motor-Visionen eine eigens entwickelte Auspuffanlage angepasst.

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Für die benötigte Verzögerung bei diesem gewaltigen V8-Vortrieb sorgt ein Umbau auf eine Scheibenbremsanlage mit geschlitzten und gelochten Scheiben rundum. Mit 13 Zoll Doppelkolbensätteln an der Vorderachse und 11,5 Zoll an der Antriebsache sollte hier nun ausreichend negative Beschleunigung vorhanden sein, um den Dodge Challenger wieder zeitnah zum Stehen zu bewegen.

275er Pneus auf der Antriebsachse

Zuständig für den wiederum notwendigen Grip auf dem Asphalt sind stolze 275/35 R 18 klebrige Gummis auf der Hinterachse. Diese wurden auf 10x18 große Chip Foose Challenger Wheels aufgezogen. Auf der Lenkachse genügen hier im Vergleich nahezu schmächtig erscheinende 235/40 R17 Pneus auf 8x17 Zoll messenden Felgen. Ein komplett neu aufgebautes Fahrwerk mit sonderangefertigten XV – Stoßdämpfern sowie XV Drehstäben vorne und XV Federn hinten sorgt zeitgliech für die perfekt sportliche Verbindung zwischen der restaurierten Karosserie und dem mächtigen Räderwerk des Dodge Challenger von Andrea und Uwe.

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The American Way of Style

Da Andrea und Uwe ziemlich perfektionistisch veranlagt sind, blieb natürlich auch das Interieur von Veränderungen nicht verschont. Aber auch hier bewies Andrea beim Styling viel Fingerspitzengefühl und erhielt den klassischen American Way Of Style. Sitze, Verkleidungen sowie Armaturenbrett wurden entkernt. Wo es ging, wurde repariert und mit Leder sowie Alcantara die US-Stilelemente neu bezogen. Pinke Ziernähte und Stickereien stellen nun den Bezug zur auffälligen Außenhaut des Dodge Challenger her. Ein verchromtes "Grant-Challenger"-Lenkrad auf der typischen Lenkradnabe gibt das ganz besondere Ami-Feeling wieder. Die Holzimitate wurden von Andrea übrigens stilvoll durch Carbon-Folie ersetzt.

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"Vom Fach!"

So in Szene gesetzt ist der Dodge Challenger von Andrea sicher nicht nur auf Dresdens Straßen ein echter Eye Catcher. Das Team von Motor Visionen hat wieder einmal deutlich bewiesen, dass man mit der perfekten Fertigungstechnik, einem peniblen Feingefühl und einem visionären Blick aufs Design ein 1973er US Car zum echten Hingucker gestalten kann. Ich wünsche mir mehr solcher Fahrzeuge auf unseren Straßen und eben solche Fachbetriebe, die ihr Handwerk verstehen.

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Daten & Fakten
Fahrzeugtyp:
Dodge Challenger, Baujahr 1973

Motor:
Komplett überholt, 318 cu, Keith Black/KB Pistons (3.940 in. Bore, 5/64 in., 5/64 in., 3/16 in. Rin), Crower Chromemoly Pushrods, Proform Extruded Aluminum Shaft Mount Roller Rocker Arms , Rhoads Original Hydraulic Super Lube Flat Tappet Lifters , Edelbrockvergaser, Edelbrock,, Ansaugspinne, Edelbrock Billet Aluminum Oil Fill Caps, Aluminiumkühler, Alle Schrauben gold verzinkt, Polished Billet Trunk Hinges, Billet Hood Hinges, Edelbrock Billet Aluminum Oil Fill Cap, Edelbrock Elite Triangular Luftfilter, Aluminiumventildeckel MOPAR PERFORMANCE, Polierter Edelbrockvergaser, March Performance Serpentine Conversion kit

Auspuff:
Eigenbau MotorVisionen, Fächerkrümmer Hedmann Street Hedder, Keramikbeschichtet, Nachschalldämpfer Edelstahl

Rad/Reifen:
Chip Foose Challenger, vorn 8x17 ET 0 mit 235/40R17, hinten 10x18 ET 0 mit 275/35R18

Fahrwerk:
komplett neu aufgebautes Fahrwerk mit XV-Stoßdämpfern (Sonderanfertigung), XV-Drehstäbe vorn, XV-Federn hinten

Bremsen:
Umbau auf Scheibenbremsanlage mit geschlitzten und gelochten Scheibenn rundum, vorn 13 Zoll mit Doppelkolben-Sätteln, hinten 11,5 Zoll mit Einkolbensätteln, High-Performance-Beläge

Karosserie:
komplette Restauration nach Unfall, gekürzte Stoßstangenhalter, Seitenbegrenzungsleuchten entfernt, Klarglasscheinwerfer mit LED-Blinkern, hintere Schürze angepasst, Zierleisten entfernt, Motorhaube und Heckdeckel aufgezinnt, Motorhauben-Schnellverschluss, Tankdeckel vom 2009-er Challenger, Designlackierung in Schwarz/Candy-Violett mit Flammenairbrush

Innenraum/Hifi:
Sitze, Armaturenbrett und Verkleidungen restauriert, aufgepolstert und neu bezogen, schwarzer Alcantara-Himmel, Blenden im Carbon-Look, "Grant-Challenger"-Lenkrad verchromt mit schwarzem Leder-Kranz, Ziernähte und gesticktes Logo in Wagenfarbe

Text: M. Peschel, Fotos: C. Otto

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