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Ein eigenes Auto mit niedrigen Unterhaltskosten - so geht's!

6. März 2015
Community: Spritsparend Autofahren

Wer spritsparend Auto fährt, schont nicht nur die Umwelt sondern behält auch mehr Groschen im Geldbeutel. Und neben ein paar gesunden Tipps und Tricks für das richtige Fahrverhalten, kann man per Onlinevergleich auch den günstigsten Benzinpreis in der Region ausfindig machen.

Derzeit befindet sich der deutsche Autofahrer nicht ganz so sehr in der gefühlten Pflicht, zwingend auf den Spritverbrauch seines PKWs zu achten. Der Dank geht soweit an die Erholung der Tankstellenpreise für Benzin und Diesel, die sich seit Herbst 2014 spürbar eingestellt hat. Dennoch erscheint es sinnvoll, grundlegende Dinge sowohl beim Kauf wie auch bei der Nutzung eines Fahrzeugs zu berücksichtigen. Die besonders relevanten Kriterien für den Kraftstoffhunger liegen bei der Motorisierung, sowie dem Nutzungs- und dem Fahrverhalten des jeweiligen Halters.

Bei der Anschaffung sollte bereits klar sein: Für welche Zwecke nutze ich das Auto hauptsächlich? Benötige ich mein Gefährt lediglich für mittelschwere Supermarkteinkäufe, genügt sicherlich ein Kleinwagen à la VW Polo oder Opel Corsa mit kleinem Benzinmotor. Der ist natürlich durstiger als ein moderner Turbodiesel, für die vier Kilometer lange Strecke am Tag lohnen die Mehrkosten der Anschaffung aber selten. Für einen Langstreckenpendler hingegen erscheint ein größeres Fahrzeug mit durchzugsstarkem Dieselmotor angemessener, das mehr Sicherheit und eine gesunde Laufkultur des Motors vereint. Die vom Hersteller veranschlagten Verbrauchswerte folgen meist dem ECE-Testzyklus, der zwar einheitlich ermittelte dafür aber wenig realistische Zahlen liefert. Dennoch ist dies ein guter Indikator, um zwischen verschiedenen Fahrzeugmodellen zu vergleichen.

Unabhängig vom Motor wird der Langstreckenfahrer per se jedoch den niedrigeren Verbrauch haben, da Verbrennungsmotoren erst dann sparsam werden wenn sie ihre Betriebstemperatur erreichen - und das dauert je nach Witterung schon mehrere Kilometer im Anlauf. Kurzstrecken erhöhen zudem nicht nur den unmittelbar sichtbaren Verbrauch, sondern ebenso den Verschleiß am Fahrzeug.

Das richtige Fahrverhalten ist entscheidend

Ein eigenes Auto mit niedrigen Unterhaltskosten - so geht's! Bild 781111
© Thorben Wengert / pixelio.de
Grundsätzlich gibt es aber ein paar simple Verhaltensregeln, die es jedem PKW-Besitzer ermöglichen etwas sparsamer voranzukommen: Wer frühzeitig hochschaltet und die Gänge nicht unnötig ausfährt (beim Überholvorgang mag das natürlich sinnvoll sein), spart besonders im zähfließenden Verkehr Kraftstoff. Moderne Automatiksysteme mit Doppelkupplungsgetriebe forcieren in der Regel ebenfalls ein frühes Hochschalten, zudem erhalten sie beim Gangwechsel die Zugkraft deutlich besser als die Handschaltung. Wer zudem zügig auf ein bestimmtes Tempo kommen will, darf gerne auch Vollgas geben: Hier ist der Wirkungsgrad mitunter am höchsten, sofern die Zielgeschwindigkeit im Nachgang erst einmal gehalten werden kann. Bei manuellen Getriebe ist ggf. auch ein Überspringen von Gängen sinnvoll, z. B. wenn man im vierten Gang bereits auf 100 Km/h steht und dann direkt in den sechsten Gang wechselt.

Generell gilt auch: Wer vorausschauend fährt, gewinnt beim Spritsparen. Eine in mehreren Hundert Metern sichtbare rote Ampel wird nicht schneller grün, wenn man mit vollem Tempo auf sie zufährt. Frühzeitiges vom Gas gehen führt nicht selten dazu, dass man mit 60 oder 70 Prozent der Ursprungsgeschwindigkeit schließlich weiterfahren kann. Zudem ist die Motorbremse (mit eingelegtem Gang rollen lassen) ein weiterer Garant zum Spritsparen und schont obendrein die Bremsbeläge des PKWs. An der Ampel sollte, auch aus ökologischen Aspekten, das Start-Stopp-System verwendet werden (sofern vorhanden). Für Vielfahrer, die oftmals auf Autobahnen unterwegs sind, ist die veranschlagte Richtgeschwindigkeit von 130 Km/h nicht unbedingt eine Spaßbremse, sondern ein durchaus sinnvoller Orientierungswert. Da der Kraftstoffverbrauch (bedingt durch Luftwiderstände) exponentiell zur Geschwindigkeit wächst, kann bei Tempo 160 der Verbrauch schon zwei Liter höher liegen.

Stromfresser sind ein willkommener Einsparfaktor

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© Silke Kaiser / pixelio.de
In modernen Karosserien machen sich zudem immer mehr Luxussysteme breit, die bedingt durch ihren Energiehunger gerne auch mal den Verbrauch mitbestimmen. Besonders bemerkbar machen sich an dieser Stelle Heizsysteme, die insbesondere im Winter oftmals zum Einsatz kommen. Wer im Winter keine Lust auf's Eiskratzen hat, lässt nach Belieben schon mal 20 Minuten lang die Standheizung laufen. Die untere Eisschicht schmilzt dann hinreichend, um sie per Scheibenwischer entfernen zu können. Zudem sind auch Scheibenheitzungen (wenn auch meist nur kurzzeitig benötigt) ein großer Stromfresser im Fahrzeug, ähnlich wie auch die Sitzheizung. Klimaanlagen hingegen sind mittlerweile zum "Dauerbrenner" mutiert, allein um ein Beschlagen der Scheiben zu verhindern. Durch modernere Kompressoren ist der Energiebedarf hier jedoch spürbar gesunken.

Wer sich während der Fahrt auch tagsüber gerne in Sicherheit wiegen möchte, fährt anständigerweise mit eingeschaltetem Licht. Da auch hier Einsparungen möglich sind, setzen immer mehr Autohersteller auf zusätzliche Tagfahrlichter. Diese lassen ein Fahrzeug stets gut erkennbar wirken, jedoch mit deutlich geringerem Energieaufwand als bei einem Abblendlicht. Insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten auf Autobahnen ist der Einsatz von Tagfahrlichtern sinnvoll, oftmals sind diese standardmäßig eingeschaltet und müssten vom Fahrer gezielt deaktiviert werden.

Für die Extraportion Spritsparen bleibt nach den aufgezählten Tipps und Tricks eigentlich nur noch die Option, das Auto stehen zu lassen und auf das Fahrrad umzusteigen. Da es für die meisten aber entscheidender ist, Geld einzusparen und weniger die Fahrzeugemissionen, hilft nicht selten auch ein Vergleich der Kraftstoffpreise an den Tankstellen. Der Einkaufspreis der Kraftstoffe ist für die Tankstellen maßgeblich durch den Handelsplatz im niederländischen Rotterdam vorbestimmt, zur Bildung der Verkaufspreise gesellen sich jedoch weitere Faktoren hinzu: Wer im Stadtgebiet wohnt, nimmt mit etwas Mühe auch eine spürbare Konkurrenz unter Tankstellen wahr, die sich zumindest dezent auf die Preisbildung auswirkt. Obendrein gibt es durch öffentliche Verkehrsmittel weiteren Konkurrenzdruck. Wer hingegen in ländlicheren Gebieten wohnt, hat pro 1000 Einwohner in der Regel weniger Auswahl bei den Zapfsäulen und muss höhere Spritpreise in Kauf nehmen.

Text: P. Hünteler, Fotos: pixelio.de

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