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Ein pfälzischer Polo Open Air mit „OEM+“-Flair

19. November 2013
Private-Cars: VW Polo 6n Open Air

Wir haben über die Jahre unzählige modifizierte Polo 6n bestaunen dürfen. Sascha Bungert hat es jedoch geschafft, seinen Wagen aus der Masse herausstechen zu lassen. Ein stimmiges Gesamtkonzept gepaart mit perfekter Verarbeitung katapultieren ihn in die Polo-Oberliga. Wir stellen euch den „Open Air“-Star aus der Pfalz im Detail vor!

Schon mit 16 Jahren war Sascha Bungert vom Thema „Tuning“ besessen. Für einen gelernten Autolackierer liegt diese Obsession ja auch gar nicht so fern. Als Fachmann mit einem Auge fürs Detail legt er Wert auf Perfektion. Mit dem Umbau seines Polo 6n beweist der Mann aus Kaiserslautern in der Pfalz, dass der von ihm bevorzugte „OEM+“ Stil (OEM erklärt im Tuningsuche.de Lexikon) nicht automatisch „Langeweile“ bedeuten muss. So hat er mit seinem Volkswagen auf Treffen nicht nur schon unzählige Trophäen eingeheimst, sondern ist dieses Jahr auch beim European Tuning Showdown auf internationalem Parkett angetreten.

Veredelter Platzhalter

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Zum Zeitpunkt unseres Fototermins wurde der Edel-Polo noch von einem Diesel-Aggregat angetrieben. Während ihr diese Zeilen lest, werkelt Sascha in seiner heimischen Garage am Umbau auf 1,8l Turbo. Über 300 Pferde werden dann unter der Haube des kleinen Wolfsburgers toben.

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Dafür, dass es sich beim 1,9 SDI um einen „Platzhalter“ handelte, steckte Lackierer Sascha ganz schön viel Arbeit in die Optik des Antriebs. Mit Hilfe von Leder, Chrom und einigen Cleaning-Maßnahmen machte er den Motorraum seines Wagens salonfähig. Und natürlich zückte er dabei auch die Lackierpistole. Und das mehr als nur einmal.

Black Leather Area

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In der Fahrgastzelle des 6n aus Kaiserslautern geht es sehr viel edler zu, als man es von einem Polo erwarten würde. Sascha nimmt auf schwarzen Ledersitzen Platz, die ursprünglich dem Fahrer eines Passat CC zu Diensten sein sollten. Die Fahrtrichtung wird mit Hilfe eines Golf 6 GTI-Lenkrads bestimmt. Die Befehle, die der Pilot mit den Füßen erteilt, werden von einer TT-Pedalerie entgegengenommen. Schließlich mußte auch noch ein Golf der vierten Generation als Teilespender fungieren und sich von seinem Schaltknauf trennen.

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Mit Hilfe der Sattlerei Wagner hat der gelernte Lackierer alle Elemente des Interieurs mit schwarzem Leder bespannt. Dabei machte der Praktiker auch vor dem Armaturenbrett nicht halt. Der Innenraum wirkt zunächst recht dezent. Erst auf den zweiten Blick fallen der Aufwand und die Arbeit auf, welche in die Fahrgastzelle geflossen sind. Sascha hat hier bewußt nicht auf knallige Extras gesetzt, sondern dem Interieur stattdessen eine besonders edle Note verpasst.

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Das Sicherheitsfeature „Überollbügel“ stellt hierbei absolut keinen Stilbruch da und fügt sich perfekt in das hochwertige Ambiente des Ausnahme-Polos ein.

ICEzeit

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Auch in Sachen In-Car-Entertainment läßt sich der Pfälzer nicht lumpen. Den gesamten Kofferraum des Polos hat er der Unterhaltung zuliebe geopfert. Der schwarz lackierte GFK-Hifi-Ausbau beheimatet rein optisch „nur“ den 30cm-Subwoofer aus dem Hause Hifonics sowie ein 17 Zoll großes Display. Im Verborgenen werkeln allerdings noch ein Monoblock- und ein 4-Kanal-Verstärker sowie ein 1-Farad-Powercap, die allesamt ebenfalls von Hifonics stammen.

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Das Alpine Radio mit Monitor sowie Front- und Hecksystem von Audio Systems runden das Paket ab.

Kleiner VW mit großen Schuhen

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Zugegeben, 16 Zöller sind nach heutigen Standards keine großen Felgen mehr. Allerdings rollen die meisten Polo 6n auf kleineren Alus durch die Lande. Die Schmidt „TH Line“ in den Dimensionen 8 und 9x16 sind da beim vergleichsweise kleinen Wolfsburger schon eine Ansage. Die Wahl der Räder wird Sascha jedoch bestimmt nicht bereuen. Schließlich macht das Showcar aus der Pfalz damit eine super Figur. Das Luftfahrwerk von G.A.S. mit Accu Air Block sorgt für den standesgemäßen Tiefgang und die in Originaloptik verbreiterten Radläufe für den benötigten Platz.

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Wer einen Blick hinter die recht wenig offenbarenden Räder wirft, entdeckt die orange gelackten Bremssättel, die perfekt zu den Frontblinkern und US-Begrenzungsleuchten passen. An der Vorderachse kommt eine Audi S2 Bremsanlage zum Einsatz. An der glänzend schwarz lackierten GTI-Hinterachse sorgt passenderweise die Anlage eines Polo GTI für die nötige Bremswirkung. Stahlflexleitungen ersetzen die ehemals verbauten Schläuche.

Grau und clean

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Dass Sascha als gelernter Lackierer besonderen wert auf eine makellose Karosse legt, dürfte jedem einleuchten. So hat er seinen 6n einer Cleaning-Kur unterzogen, die der Optik des Wagens sichtlich gut getan hat. Störenden Firlefanz sucht man hier vergebens. Alles ist glatt wie ein Babypopo.

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Lediglich die Begrenzungsleuchten eines Golf 5 aus den USA hat sich der Pfälzer gegönnt. Im glatten Frontstoßfänger installiert kontrastieren diese genau wie Frontblinker und Bremssättel perfekt mit der Karosse. Und natürlich sticht das opulente Sonnendach heraus. Schließlich wurde das Sondermodell nicht aus Spaß „Open Air“ getauft. Dem cleanen Look des Wagens tun beide Features keinen Abbruch.

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Alle Neuteile tragen zum aufgeräumten Gesamtkonzept bei. Die Votex-Schweller, die Türgriffe vom Audi A6...hier passt alles zusammen. Zu guter letzt hat der Fachmann aus Kaiserslautern seinen 6n in Nimbusgrau aus dem Hause Audi getaucht.

Vom Opawagen zum Showcar

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Seitdem Sascha seinen Polo mit 16 von einem etwas betagteren Mitbürger erstanden hat, hat er unermüdlich geschraubt und kann deshalb heute im für Tuningverhältnisse vergleichsweise zarten Alter von 22 Jahren einen absoluten Brecher vorweisen. Sowohl seine Familie als auch Freundin Sabrina haben ihn bei seinem schweisstreibenden Hobby stets unterstützt. Letztere begleitet den Lackierer aus der Pfalz natürlich auch auf die zahlreichen Events, die im Polo „Open Air“ jedes Jahr angesteuert werden.

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Sobald die umfassende Motor-OP abgeschlossen ist, werden wir euch wieder von Sascha und seinem Ausnahme-Polo berichten. Bestimmt fallen dem Mann aus Kaiserslautern über Winter noch ein paar Features ein. Schließlich ist ein Wagen nie fertig...

Daten & Fakten
Hersteller: VW, Modell: Polo „Open Air“, Baujahr: 1998
Farbe: Nimbusgrau (Audi)

Motor
Typ: SDI, Hubraum: 1,9l, Leistung 64 PS
Motorraum clean, Teile verchromt, lackiert oder geledert, Kühler mit Ausgleichsbehälter.

Fahrwerk
G.A.S. V2 Airride mit Accu Air Block
Bremsanlage von Audi S2 und VW Polo GTI, GTI Achsen in schwarz glänzend, Stahlflexleitungen
Alle Achsteile mit PU-Buchsen
H&R Stabi vorne.

Räder
Felgen: Schmidt TH Line, Dimensionen: 8 und 9x16 (Spurverbreiterung VA: 5mm)
Reifen: Hankook S1 Evo, Dimensionen: 195/40 R16 & 215/35 R16

Exterieur
Karosserie clean, Radläufe in Originaloptik verbreitert, Audi A6 Türgriffe, Votex Schweller, cleane Stoßstangen, Begrenzungsleuchten Golf 5 US, Lackierung in Nimbusgrau von Audi mit schwarzen Elementen.

Interieur
Passat CC Sitze, Armaturenbrett, Türpappen, Mittelkonsole usw. in schwarzem Leder, viele Kunststoffteile schwarz glänzend lackiert, Golf 6 GTI Lenkrad, Golf 4 Schaltknauf, Polierter Überrollbügel, Audi TT Pedale

ICE
GFK Kofferraumausbau, 17 Zoll Monitor, Hifonics 30cm Subwoofer, Hifonics Monoblock Verstärker, Hifonics 4-Kanal-Verstärker, Hifonics Powercap (1 Farad), Alpine Monitor Radio, Audio Systems Front- und Hecksystem.

Sascha dankt:
Freunden und Familie, Freundin Sabrina, Sattlerei Wagner in St. Wendel, Wagn Air und Autolackiererei Lenhard

Text & Fotos B. Planz

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