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Porsche 911 Sleeper 3.2 - Das Original im Clubsport-Trim

26. September 2013
Tuner-Cars: Klassische 911er Jubiläumsausgabe

Der Porsche 911 ist der bekannteste Sportwagen der Automobilwerke aus Zuffenhausen. Bereits im Herbst 1963 wurde der Ur-Elfer auf der IAA in Frankfurt dem breiten Publikum präsentiert. Dieses Jahr feiert der Neunelfer nun sein 50-Jähriges Jubiläum. Grund genug für die Firma DP Motorsport, dies mit einem besonders modifizierten Vehikel, dem Porsche 911 Sleeper 3.2, zu feiern.

Interessant ist sicher zu wissen, dass der Elfer als Nachfolger des Porsche 356 mit der Bezeichnung 901 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt wurde. Da dreistellige Zahlen mit einer Null in der Mitte jedoch von Peugeot als Typbezeichnung geschützt waren, kam der Wagen im Jahr 1964 als Porsche 911 auf den Markt. Porsche betrieb in den folgenden Jahrzehnten natürlich auch Modellpflege und brachte 6 Nachfolger des Ur-Elfers auf den Markt. Ein sogenanntes G-Modell aus dem Jahr 1986 hat sich nun die Firma DP-Motorsport vorgenommen. Mittels eingreifender Modifikationen wurden dem Fahrzeug in Overath Eigenschaften eines Clubsport Fahrzeugs verliehen.
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Der Wandels des Serien-911ers in einen Clubsport-Wagen mit originalem Look war natürlich nicht ohne tiefgreifende Arbeiten zu bewerkstelligen. An erster Stelle steht hier einmal die Gewichtsreduzierung. So wurde die Rohkarosse mit extraleichten Bauteilen von Grund auf neu aufgebaut. Scharniere und Halterungen wurden gelocht und mit Zink haltbar gemacht. Die Glasscheiben wurden durch gehärtete Pendants aus Plexiglas ersetzt. Abschließend wurde die Karosse des 911ers in einem Felsengrün-Metallic lackiert. Diese Reduzierung des Gewichts verbessert so nicht nur die Beschleunigung, sondern auch gleichermaßen die Bremswirkung und Dynamik des Zuffenhausener G-Modells.
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Kampfansage - 270 PS bei 980kg

Hand in Hand ging es in Overrath auch direkt an den Motor. Dieser wurde selbstredend auch entsprechend modifiziert. Das Aggregat verfügt nach der Überarbeitung über einen Hubraum von 3.200 ccm und 288-Grad-Nockenwellen von Schrick, einen bearbeiteten Zylinderkopf sowie eine auf 67 mm vergrößerte Drosselklappe. Eine erleichterte Schwungscheibe, zwei 100-Zellen-Katalysatoren von HJS sowie eine RSR Rennauspuffanlage aus Titan tun unter dem Blechkleid des Porsche 911 ihr übriges. Nach der Überarbeitung legt der bucklige Freund nun sagenhafte 270 Pferdestärken sowie stolze 307 Newtonmeter an. Das 5-Gang-Getriebe vom Typ 915 ist mit einer Kühlschleife, einer Differentialsperre und einer Schaltwegverkürzung mit längerem Schalthebel ausgestattet.
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Sportlich geht es bei Porsche 911 Sleeper 3.2 von DP-Motorsport auch in den Radhäusern zu. Hier verrichten Bilstein Sportdämpfer ihre Arbeit. In Verbindung mit SuperPro Polyurethan-Fahrwerksbuchsen, einer eingeschweißten Domstrebe sowie einer Unibal-Verlängerung für die Spurköpfe ergibt das eine ziemlich klassische Straßenlage in sportlicher Perfektion. Die mit Semislicks von Michelin bestückten Fuchsfelgen stellen die perfekte Verbindung zwischen Asphalt und Fahrzeug her. Mit den Maßen 7x16 an der Vorderachse und 9x16 auf der Hinterachse ergibt dies mit den 225er und 245er Pneus zudem noch ein äußerst schönes Bild in den Radkästen.
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Fahrkultur pur beim Porsche 911 Sleeper

Lollipop Sitze aus dem 935er, Williams-4-Punkt-Hosenträgergurte sowie ein hauseigener Clubsport-Überrollbügel sorgen im Inneren für Sicherheit und Halt. Griffig geht es für den Piloten dann mit einem 350er Sportlenkrad weiter. Trotz aller Gewichtsreduzierung darf ein klein wenig Luxus noch sein. So finden sich RS Leichtbauteppiche aus Velours und eine elektrisch beheizbare Windschutzscheibe im Porsche 911. Die 25 Ah Gelbatterie ist wohl das Pünktchen auf dem i, wenn man vom Leichtbau bei diesem klassischen Neunelfer spricht.
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Eine Servolenkung, ABS oder auch ESP sucht man hier aber – zum Glück – vergebens. Der Porsche 911 Sleeper 3.2 macht Spaß auf der Straße und will beherrscht werden. Ohne die elektronischen Helfer verspricht der Wagen einfach hemmungslosen Spaß und das Erlebnis, ein Auto noch selbst zu fahren. Das Fahrzeug ist für Fahranfänger sicher weniger geeignet, was aber bei einem Kaufpreis von 89.911,- Euro schon sehr deutlich wird. Alle am Sleeper verbauten Teile können übrigens bei DP-Motorsport auch einzeln erworben werden.
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Text: M. Peschel, Fotos: J. Miranda

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