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Kommentare (0)  | Bilder(2) 27. April 2017
// Tuning-Lexikon: Was bedeuten die Angaben auf einem Reifen?

Reifenkennzeichnungen im Überblick

Auf einem Autoreifen finden sich zahlreiche Kennzeichnungen, die aus diversen Buchstaben und Zahlen bestehen. Damit man dabei nicht den Überblick verliert, was die einzelnen Reifenkennzeichnungen bedeuten, haben wir eine Übersicht der relevantesten Angaben auf dem schwarzen Gummi zusammengestellt.


© Depositphotos.com | Mactrunk

Die europäische Norm ECE-R 30 regelt die einheitliche Beschriftung der Reifenflanke. Darauf kann man die wichtigsten Kennzeichnungen und Eigenschaften des Reifens erkennen. So müssen beispielsweise der Hersteller des Reifens sowie die Art der Bereifung kenntlich gemacht werden.


Typisches Beispiel für die Kennzeichnung auf einem Autoreifen

Betrachtet man die Flanke eines Reifens, fällt neben dem Logo des Reifenherstellers zunächst eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen auf, die in etwa so aussieht: 205/55 R 16 94 H

Die einzelnen Zahlen und Buchstaben haben jeweils eine Bedeutung, welche hier anhand des Beispiels erläutert werden:

205 – Bei der ersten Ziffer, handelt es sich um die Breite des Reifens, die in Millimetern angegeben ist. In genanntem Fall lautet die Zahl 205, was für eine Reifenbreite von 205 Millimetern steht.

55 – Die Ziffer hinter dem Schrägstrich steht für das Verhältnis von Höhe zur Breite des Reifens, wobei es sich um eine prozentuale Angabe handelt. Im Beispiel würde demnach die Höhe der Reifen 55% von der Breite des Reifenquerschnitts ausmachen.

R – Die Bauart des Reifens wird durch den darauffolgenden Kennbuchstaben definiert. Bei den meisten Reifen wird man hier ein „R“ vorfinden, was für eine Radialbauweise und damit für die in heutigen Zeiten gängige Bauart steht.

16 – Die nächste Zahl steht für eine Zollangabe. Im Beispiel sind es demnach 16 Zoll. Dies ist der Durchmesser der Felge auf die der Reifen montiert werden kann. Auf der Webseite oponeo.de findet man eine Übersicht mit passenden Alufelgen. Dabei ist neben dem Durchmesser auch auf die Breite der Felge zu achten.

94 – Die letzte Zahl behandelt den Tragfähigkeitsindex eines Reifens und definiert somit die Belastbarkeit des einzelnen Pneus. Das Beispiel zeigt eine 94, was im konkreten Fall bedeutet, dass jeder Reifen auf eine Tragfähigkeit von 670 Kilogramm ausgelegt ist.

H – Der abschließende Buchstabe beschreibt den zulässigen Geschwindigkeitsindex des Reifens. Durch das markierte „H“ ist der Reifen aus dem Beispiel für bis zu 210 km/h ausgelegt. In diesem nützlichen Artikel kann man nachlesen, welche Werte für die einzelnen Indizes der Tragfähigkeit und Geschwindigkeit gelten.

Wir hoffen, wir konnten mit dieser Aufschlüsselung einen guten und verständlichen Überblick über die Reifenkennzeichnung geben. Weiterführende Informationen dazu kann man in der Europäischen Norm ECE-R 30 nachlesen.

Zusätzliche Reifenkennzeichnungen


Bei Winterreifen muss man auf die Kennzeichnung "M+S" oder "M&S" sowie ein Schneeflocken-Symbol achten. © Depositphotos.com | kalinovsky

Es gibt Reifen, die eine Laufrichtungsbindung besitzen. Falls dies der Fall ist, befindet sich auf der Reifenflanke ein Pfeil, der die entsprechende Laufrichtung anzeigt, die für den Reifen eingehalten werden muss. Ebenfalls ist die Kennzeichnung mit den Worten „Direction“, „Drehrichtung“ oder Rotation“ in der Nähe dieses Pfeils üblich.

Betrachtet man den Rand der Lauffläche eines Reifens, so wird man feststellen, dass an mehreren Stellen rund um den Reifen „TWI“ steht oder dort das Logo des Reifenherstellers zu sehen ist. An diesem Stellen befinden sich innerhalb der Rillen des Profils Erhebungen, die angeben, ab wann der Verschleiß so weit fortgeschritten ist, dass die Mindestprofiltiefe, die durch das Gesetz vorgegeben ist, erreicht wird. Diese liegt bei 1,6 Millimetern und der Reifen sollte beim Erreichen dieser Grenze spätestens ausgetauscht werden.

Wer einen Winterreifen oder Ganzjahresreifen vor sich hat, wird in der Regel auf die Kennzeichnung „M&S“ oder „M+S“ stoßen. Da diese jedoch nicht zwingend auch einen Winterreifen kennzeichnen, sondern auch für Ganzjahresreifen vorgesehen sind, sollte man ebenfalls auf das Vorhandensein einer Schneeflocke als Symbol achten.

Um Aufschluss darüber zu bekommen, wann der Reifen produziert wurde, kann man sich an der DOT-Nummer orientieren, die mit eben diesen drei Buchstaben gekennzeichnet ist. Die letzten vier Stellen geben zuerst die Woche und danach das Jahr der Produktion des Reifens an.

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