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VW Golf IV: Der blanke Horror!

3. Dezember 2013
Private-Cars: VW Golf IV im Horror-Look

Nein, unsere Überschrift ist nicht negativ gemeint. Oliver Davids Golf ist tatsächlich der blanke Horror. Und das ist durchaus so gewollt. Zahlreiche Airbrushmotive sorgen dafür, dass der Vierer so manchem kalte Schauer über den Rücken jagt. Grund genug für uns, euch das Horrormobil näher vorzustellen!

Beim Betrachten des Golfs von Oliver David aus Schellweiler ahnen wohl die Wenigsten, dass dem Pfälzer die soziale Komponente am Hobby „Tuning“ sehr wichtig ist. Tatsächlich gehört der Wagen keinem Serienmörder, sondern einem Mitglied des Clubs „Westside Dubs“, welcher generell keinerlei Hang zu Gewalttaten hat. Auffallen soll der Vierer im „Bloody Horror Style“ und das tut er natürlich.

Die 200 Pferde des Grauens

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Olivers Golf verließ das Band im Jahre 1999 mit einem 1,8er Turbomotor. Dank der Firma Wetterauer stehen dem Piloten heute stolze 200 Pferde zur freien Verfügung.

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Den zahlreichen Abdeckungen im Motorraum wurde mit der Lackierpistole zu Leibe gerückt. Außerdem wartet so manches Element, wie zum Beispiel die Domstrebe, mit polierter Oberfläche auf.

Das braune Schreckenskabinett

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Wer jetzt eine Fahrgastzelle a la „Geisterbahn“ erwartet, wird Gott sei Dank enttäuscht. Das Interieur des Horrormobils ist nämlich edel und neutral gehalten. Von Angst und Schrecken keine Spur.

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Airbag-Sportlenkrad, Armaturenbrett, R32-Gestühl...etliche Quadratmeter Kuhhaut kommen hier zum Einsatz. Und was nicht braun geledert wurde, wurde mit Alcantara in einem helleren Braunton bespannt. A-, B- und C-Säule sowie der Dachhimmel erhalten dank dem Mikrofaserstoff ein Style-Update. Im Falle der Türpappen treffen die beiden den Innenraum dominierenden Materialien im direkten Kontrast aufeinander und natürlich wurden auch die Kunststoffteile farblich angepasst.

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InCarHorrortainment

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Natürlich legt Oliver in seinem Schauer-Golf auch Wert auf standesgemäße Unterhaltung. Dafür opfert er sogar den Kofferraum des Vierers. Der Heckausbau in braunem Leder wird durch Alcantara-Seitenverkleidungen flankiert und beherbergt einen 30er Infinity-Subwoofer sowie zwei in Leder eingenähte Monitore.

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Am oberen Ende der musikalischen Befehlskette steht das Pioneer DVD-Radio, das im gelederten Armaturenbrett zuhause ist. Im Verborgenen werkelt außerdem noch ein Monoblock-Verstärker von Kicker. Mit stolzen 131 DB kann Olivers Golf mit dieser HiFi Anlage (woher stammt der Begriff HiFi?) seine Umwelt terrorisieren, sollte er den Drang dazu verspürt.

Angst und Schuhwerk

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Man merkt es: Die Ideen für Kapitelüberschriften mit Horror-Bezug werden langsam knapp. Genau so knapp wie der Platz zwischen dem Golf IV aus Schellweiler und dem Boden. Dank einem Luftfahrwerk von German Airride Systems in der Variante 1 kann Oliver das Niveau des Wagens nämlich nach Belieben beeinflussen.

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Die Felgen von Lenso in 8,5x19 Zoll passen perfekt auf den Golf der vierten Generation. Durch die 20 Millimeter dicken Adapterplatten, die zwischen den unterschiedlichen Lochkreisvorstellungen von Felgen und Fahrzeug vermitteln, ergibt sich eine Einpresstiefe von 25 Millimetern. Sitzt und passt aber wackelt nicht und hat keine Luft. Im Gegenteil. Im abgelassenen Zustand kommt die Karosse dem Aluminium gefährlich nahe. Der „Scared?“-Schriftzug in der Nähe des linken Hinterrades passt daher perfekt.

Das Exterieur des Schreckens

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Das, was den VW Golf IV von Oliver David hauptsächlich ausmacht, ist natürlich die eigenwillige Gestaltung der Karosserie. Der ehemals schwarze Volkswagen wurde mit einer Zweifarb-Lackierung in Lichtgold und Schwarzbraun versehen, bevor es in Sachen „Airbrush“ dann so richtig zur Sache ging. Wenn man den Wagen live betrachtet, entdeckt man viele schaurige Details. Der „Bloody Horror Style“ macht Eindruck und läßt den Wagen auffallen.

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So wurde zum Beispiel auch die Heckklappe gecleant, um Platz für ein Motiv zu schaffen. Ob man den martialischen Look nun mag oder nicht: Man registriert den Wagen auf Events automatisch. Dem Horror-Konzept sei Dank.

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Natürlich erhält das optische Erscheinungsbild der Karosserie auch noch Unterstützung durch Anbauteile. Die verbaute Front stammt zum Beispiel vom stärksten Golf IV überhaupt, dem R32. Die damit kombinierte Lippe stammt aus dem Hause Seat während RDX für die Heckschürze verantwortlich ist, welche Oliver in heikle Anpassungsarbeiten verwickelte. Der TT-Tankdeckel bringt zu guter letzt noch einen Schuss Chrom mit ins Spiel.

Der alltägliche Horror

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Wenn das Wetter nicht gerade allzu extravagante Züge annimmt, fährt Oliver David sein Horrormobil auch im Alltag. Vor allem wegen den Airbrushverzierungen würden das wohl die Wenigsten vermuten. Der Mann aus der Pfalz, der schon seit über 10 Jahren Tuningfan ist, will nichts „von der Stange“ fahren. Deshalb kann er den Schauer-Vierer gar nicht oft genug aus der Garage holen. Und weitere Modifikationen sind natürlich auch in Planung. Nachdem das Kapitel „LED-Rückleuchten“ erfolgreich absolviert wurde, will sich Oliver dem Einbau eines R32-Tachos widmen. Hoffentlich erwarten ihn dabei nicht Angst und Schrecken...

Daten & Fakten
Allgemein
Hersteller: VW, Modell: Golf IV, Baujahr: 1999

Motor
Typ: 1,8T, Leistung: 200 PS
Abdeckungen lackiert, Airbrushmotive

Exterieur
R32-front, Cupra R Frontlippe, RDX Heckschürze, TT-Tankdeckel, Radlaufkanten umgelegt und verzinnt.
Lackierung in Lichtgold und Schwarzbraun.
Airbrush rundum im „Bloody Horror Style“.

Fahrwerk
G.A.S. Variante 1 Luftfahrwerk

Räder
Felgen: Lenso, Dimensionen: 8,5x19 Zoll ET45 (Mit Adapterplatten: ET25)
Reifen: Kumho, Dimensionen: 215/35 R19

Interieur
R32-Innenaustattung, 32er Raid Silberpfeil Sportlenkrad mit Airbag.
Sitze und Rückbank in braunem Leder, Dachhimmel uvm. in Alcanatara, Kunststoffteile lackiert.

HiFi
Pioneer DVD Radio, 30er Infinity Subwoofer, 600W Kicker Monoblock Verstärker, 2 Monitore, Heckausbau in Leder und Alcantara.

Text & Fotos B. Planz

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