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Was bedeutet Airbrush?

22. Juni 2013
Tuning-Lexikon: Was bedeuten die Begriffe der Tuningszene?

Für manche Autofans ist eine „normale“ Lackierung zu wenig. Sie wollen aus ihrem Fahrzeug ein rollendes Kunstwerk machen. Die „Airbrush“-Technik ist hier oft Mittel der Wahl. Vor allem in der Showcarszene trifft man oft auf fast komplett gebrushte Exponate. Doch was bedeutet eigentlich der Begriff „Airbrush“? Ein klarer Fall für das Tuningsuche-Lexikon der Szenebegriffe!

Der Begriff „Airbrush“ setzt sich aus den englischen Worten „Air“,also „Luft“ und „Brush“, was „Pinsel“ bedeutet, zusammen. „Luftpinsel“ oder eher „Luftdruckpinsel“ führt auch schon gleich in die richtige Richtung denn bei der „Airbrush“-Technik wird die aufzutragende Farbe mit einer vergleichsweise kleinen Spritzpistole mit feiner Düse unter Zuhilfenahme von Druckluft zerstäubt. Die Unterschiede zur herkömmlichen Lackierung sind deutlich. „Airbrush“ erlaubt sehr viel feinere Farbverläufe und ermöglicht dem Könner, fotorealistische Kunstwerke aufs Blech zu zaubern. Außerdem werden „normale“, flächendeckende Lackierungen „Nass in Nass“ aufgetragen. Soll heissen: Es wird soviel Farbe auf einmal aufgetragen, dass die Oberfläche zerfließt.

Beim „Airbrush“ wird „trocken in trocken“ gearbeitet. Die Farbe trifft fein zerstäubt auf das Trägermaterial und trocknet sofort. Für satte Farbtöne müssen deshalb mehrere Farbschichten aufgetragen werden. Ein Nachteil hierbei ist, dass im Gegensatz zur klassischen Lackiertechnik keine glänzenden Flächen erzeugt werden können. Um ein „Airbrush“-Kunstwerk zum Glänzen zu bringen, muss mit „herkömmlichen“ Methoden eine entsprechende Lackschicht auf das vollendete Werk aufgetragen werden. Die gebrushte Fläche wird auch erst durch diesen Arbeitsgang kratzfest.

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Herkömmliche Lacke sind zumeist nicht „Airbrush“-fähig, da bei der Herstellung der Farbe nicht auf die Größe der Pigmente geachtet wird und die eingesetzten Düsen beim „Lufdruckpinsel“ sehr fein sind. Spezielle „Airbrush“-Lacke auf Acryl-Wasser-Basis gewährleisten Pigmentgrößen, die den Anforderungen der feineren Düsentechnik entsprechen. Je feiner eine Farbe pigmentiert ist, desto genauer kann sie verarbeitet werden. Außerdem gilt: Je feiner die Pigmentierung, desto größer sind die Herstellungskosten der Farbe.

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Die Qualität von „Aibrush“-Werken hängt sehr stark vom ausführenden Künstler ab. Man sollte sich also nur in die Hände von erfahrenen Profis begeben. Die Mund-zu-Mund-Propaganda der Szene kann bei der Wahl eines tuningerprobten Fachmanns helfen.

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Ihren Ursprung hat die „Airbrush“-Technik in den USA des 19ten Jahrhunderts. Die erste „Aibrush“-Pistole wurde dort 1876 von Francis Edgar Stanley patentiert.

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Abseits der Autoszene ist die „Airbrush“-Technik auch in Modellbau, Nageldesign, Kunst und Kosmetik beliebt.

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Text: B. Planz

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