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Was bedeutet Fahrwerksgeometrie?

15. Oktober 2014
Tuning-Lexikon: Fahrwerksgeometrie im Lexikon

Heute beschäftigen wir uns in unserem Tuning-Lexikon mit einem eher theoretischen Thema: Der „Fahrwerksgeometrie“. Nichts desto trotz sollte aber jeder Schrauber, welcher ein Fahrwerk montiert, auch über die Hintergründe und Auswirkungen der „Fahrwerksgeometrie“ informiert sein.

Die Fahrwerksgeometrie beschreibt im wesentlichen alle Größen eines Fahrwerks, welche die Spurhaltungs- sowie Lenkeigenschaften beeinflussen und sich damit direkt auf das Fahrverhalten eines Wagens auswirken. Natürlich dürfen die einzelnen Größen nicht individuell betrachtet werden, sondern das Zusammenspiel aller Fahrwerkskomponenten ist relevant.

Spur

Unter der „Spur“ versteht man den Abstand zwischen zwei Rändern einer Achse. Blickt man von oben auf das Fahrzeug und der Abstand ist vorne am Reifen kleiner als hinten, die Räder bilden also quasi ein Dreieck in Fahrtrichtung, spricht man von der sogenannten „Vorspur“ oder „positiven Spur“. Ist das Gegenteil der Fall, wird dies als „Nachspur“ oder „negative Spur“ bezeichnet.

Sturz

Der Sturz beschreibt die Neigung des Rades im rechten Winkel zur Fahrbahn. Steht das Rad oben weiter heraus als unten, spricht man von „positiven Sturz“, steht das Rad unten weiter heraus, von „negativen Sturz“. Bei jeglichem „Sturz“ nimmt die Reifenauflagefläche entsprechen ab. Mit zunehmender Tieferlegung eines Fahrzeuges wird der „Sturz“ automatisch auch negativer. Die Kurvenlaufeigenschaften werden durch eine negative Reifenneigung verbessert.

Nachlauf

Schaut man frontal auf das Rad, so wird der Winkel der Lenkdrehachse (hier des Dämpfers) im Vergleich zur 12-Uhr-Stellung als Nachlauf bezeichnet. Bei Fahrzeugen mit Heckantrieb ist dieser in der Regel immer positiv, d.h. der obere Punkt liegt, auf die Fahrtrichtung bezogen, weiter hinten. Ist das Gegenteil der Fall, spricht man von „negativen Nachlauf“. Der „Nachlauf“ selbst beeinflusst maßgeblich den Geradeauslauf und die Spurtreue.

Lenkrollhalbmesser

Zur Veranschaulichung des „Lenkrollhalbmessers“, welcher größtenteils für die gelenkte Achse relevant ist, muss man sich zwei Größen vor Augen halten: Zum einen der Winkel des Dämpfers der gelenkten Achse, auch als „Spreizung“ bekannt, sowie eine gedachte Linie durch die Mitte der „Radauflagefläche“. Schneiden sich diese Linie am Berührungspunkt auf der Straße, wird dies als „neutraler Lenkrollhalbmesser“ bezeichnet. Ist dieser „positiv“, liegt der Punkt der „Spreizung“ näher am Fahrzeuginneren, ansonsten liegt ein „negativer Lenkrollhalbmesser“ vor. Dieser ist auch erstrebenswert, da sich dadurch ein selbstständiges Gegenlenken ergibt und sich das Fahrzeug so selbst stabilisiert.

Radstand

Der „Radstand“ beschreibt den Abstand zweier Achsen eines Fahrzeuges voneinander, etwa der Vorder- und der Hinterachse eines PKWs. Ein kürzerer „Radstand“ macht den Wagen dabei in der Regel wendiger, während ein größerer „Radstand“ die Geradeauslauf-Eigenschaften verbessert.

Text: F. Laudner, Fotos: OC_Arts, F. Laudner

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