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Was bedeutet OEM, JDM und USDM?

24. Juli 2019
Tuning-Lexikon: OEM, JDM und USDM im Lexikon erklärt

Bedingt durch die Vielfalt der Szene gibt es unzählige Tuningstile. Manche tragen selbsterklärende Namen, andere umgangssprachliche Titel. Richtig schwierig wird es, wenn ein Stil mit einer Abkürzung betitelt ist. In Teil 3 unseres „Lexikons der Szene-Begriffe“ geht es um die beiden bekanntesten Vertreter letzterer Gattung.

Tuningstile wie „Showcar“ und „Racing“ haben auch für den Laien genügend Aussagekraft, um diesem ungefähr zu vermitteln, um was es geht. Vorausgesetzt natürlich, man ist des englischen mächtig. Handelt es sich jedoch um Begriffe wie „OEM-Look“ oder „JDM-Style“, ist aller Wahrscheinlichkeit nach Schicht im Schacht. Man kann davon ausgehen, dass auch viele „Nicht-Laien“ aus der Tuningszene nicht wirklich genau wissen, für was die beiden Kürzel stehen. Dank dem mittlerweile dritten Teil unseres Lexikons ändert sich das jetzt schlagartig.

Die Bedeutung des Kürzels OEM

Was bedeutet OEM, JDM und USDM? Bild 720511
Je nach Auslegung des Stils können auch Mercedes-Felgen auf einem VW erlaubt sein
Das Kürzel steht für „Original Equipment Manufacturer“, was wörtlich übersetzt „Originalausrüstungshersteller“ heißt. Einfacher: Erstausrüster. Enthusiasten, die ihren Wagen im OEM-Stil tunen, legen Wert auf Originalteile und halten die Optik des Wagens trotz Veränderungen möglichst seriennah und „unverbastelt“. Oft wird der Begriff „OEM“ auch nicht nur strikt auf Teile des Herstellers des jeweiligen Wagens beschränkt, um die Auswahl an verfügbaren Komponenten zu erhöhen. So wird zum Beispiel in vielen Fällen die gesamte Volkswagen AG als Hersteller gewertet, was das Verbauen von Audi-Komponenten an einem Volkswagen innerhalb des OEM-Stils „zulässig“ macht. Für manche Tuningfans gelten Teile jedes beliebigen Autoherstellers als OEM-Teile. Ein Volkswagen mit Felgen von Mercedes Benz und Sitzen aus dem Hause Audi ist somit für sie auch ein Fahrzeug im „OEM-Look“. Die Auslegungen des Stils mögen variieren, die Bedeutung des Kürzels ist jedoch klar definiert.

Die Bedeutung des Kürzels JDM

Dieses Kürzel steht für „Japanese Domestic Market“, was in etwa „Japanischer Inlandsmarkt“ bedeutet. Ursprünglich steht diese Bezeichnung für die auf dem japanischen Markt erhältliche Ausstattungsvariante eines Fahrzeugs. In der Tuningszene steht das JDM allerdings für einen bestimmten Tuningstil asiatischer Fahrzeuge. JDM-Jünger verzichten zum Beispiel in der Regel auf Spoiler aus dem Zubehörhandel und auffällige Lackmodifikationen. JDM-Fahrzeuge werden auf eine Art und Weise modifiziert, die sich am japanischen Original orientiert, eben der JDM-Ausführung. In Sachen Tieferlegung und Felgenwahl werden natürlich oft Abstriche gemacht. Folglich sind JDM und OEM sehr ähnlich.

Was bedeutet USDM?

Die Abkürzung USDM steht für „United States Domestic Market“, und ist das Pendant zum, oben genannten, „Japanese Domestic Market“, nur eben in den vereinigten Staaten. Früher waren diese Begriffe lediglich Bezeichnungen für verschiedene länderspezifische Ausstattungsvarianten der Fahrzeuge. Heute haben sich JDM, als auch USDM, zu zwei verschiedenen Tuningstilen entwickelt. Diese unterscheiden sich nicht nur durch länderspezifische Fahrzeuge, sondern auch durch weitere Modifikationen und die Anpassung der Optik an das jeweilige Ursprungsland.
Daraus ergibt sich, dass die Teileauswahl, ähnlich wie bei Fahrzeugen im OEM-Stil, auch bei USDM und JDM Fahrzeugen eingeschränkt ist.

Fazit zur Erklärung der Kürzel OEM und JDM

- OEM = Original Equipment Manufacturer
- Originalteile
- Optik des Wagens trotz Änderungen möglichst seriennah
- Mögliche Vermischung von Teilen verschiedener Marken
- JDM = Japanese Domestic Market
- Japanischer und Asiatischer Stil
- An japanischen Originalen orientiert


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Datum der Erstveröffentlichung: 03.02.2013
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