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Was bedeutet Ringtool?

22. März 2013
Tuning-Lexikon: Ringtool im Lexikon

Heute beschäftigt sich unser Lexikon der Szenebegriffe mit dem Wörtchen „Ringtool“. Damit wird keineswegs ein Ringschlüssel oder ähnliches Werkzeug umschrieben, es handelt sich um eine umgangssprachliche Bezeichnung für speziell modifizierte Fahrzeuge.

Ringtool“ setzt sich aus den englischen Begriffen „Ring“ im Sinne von „Rundkurs“ und „Tool“, was zu deutsch „Werkzeug“ bedeutet, zusammen. Ein „Ringtool“ ist also ein „Rundkurswerkzeug“. Mit dieser Übersetzung alleine kann man noch recht wenig anfangen. Was bedeutet er also? Der Begriff „Ringtool“ wird oft als Umschreibung von Fahrzeugen verwendet, die eigens für das Befahren von Motorsport-Rennstrecken modifiziert wurden und auch hauptsächlich für diesen Zweck benutzt werden.

Wie weit die jeweiligen Modifikationen gehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben den vorhandenen Ambitionen und verfügbaren Geldmitteln des Halters spielt auch die Art der Verwendung eine Rolle, da das Fahrzeug unter Umständen dem jeweiligen Motorsport-Reglement angepasst werden muss. Außerdem spielt auch die bevorzugte Rennstrecke eine große Rolle, da jeder Kurs seine ganz speziellen Anforderungen an das Fahrzeug stellen kann. Es gibt viele verschiedene Basisfahrzeuge, die sich für den Umbau zum „Ringtool“ eignen. Bei der Fahrzeugwahl spielt neben der prinzipiellen Eignung des Boliden vor allem der persönliche Geschmack eine Rolle. Verbringt man einen Tag an der legendären Nordschleife des Nürburgrings, kann man beobachten, dass spezielle Modelle in der Gunst der „Ringtool“-Fans höher stehen als andere.

Was bedeutet Ringtool? Bild 726986

Auch, wenn das Maß der Modifikationen alleine schon aufgrund der unterschiedlichen Basisfahrzeuge stark schwankt, lassen sich einige typische Tuningmaßnahmen benennen, die ein „Ringtool“ im Normalfall aufweist. Dazu gehören neben den selbstverständlichen Anpassungen von Fahrwerkstechnik, Bremsen, Felgen und Bereifung sowie Spurbreite vor allem sicherheitstechnische Modifikationen. Als Überrollvorrichtung wird oft auf die sogenannte „Rennzelle“ zurückgegriffen. Außerdem nimmt der Fahrer in Schalensitzen Platz und zurrt sich mit Hilfe von Hosenträgergurten fest. Den obligatorischen Helm bewahrt er in einer Helmbox auf. Außer dieser und dem sinnvollen Feuerlöscher ist im Innenraum von „Ringtools“ oft nicht viel an Ausstattung zu finden. Aus Gründen der Gewichtsersparnis wird meist alles, was nicht zwingend für den Betrieb des Fahrzeugs erforderlich ist, entfernt. Bestehende Elemente wie Armaturen und Belüftung werden dann durch entsprechend leichte und simple „Rennsport“-Versionen ersetzt. Und natürlich verfügen „Ringtools“ über Dampf unter der Haube. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die nackte Leistung eines Motors in Relation zum Gewicht des jeweiligen Fahrzeugs gesehen werden muss und manche der spezielle hergerichteten „Spaßfahrzeuge“ dadurch auf den ersten Blick unspektakulär erscheinen.

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Text: B. Planz

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