Neu hier? Registrieren oder

Was bedeutet „Stickerbomb“?

15. November 2021
Tuning-Lexikon: „Stickerbomb“ im Lexikon

Seit einigen Jahren ist „Stickerbomb“ ein regelmäßig auftauchender Begriff in der Tuningszene. Auch, wenn die meisten das Wort an sich verstehen, ist doch vielen unklar, was damit gemeint ist. Unser Lexikon der Szenebegriffe schafft mal wieder Abhilfe!

Was bedeutet eigentlich „Stickerbomb“?

Unter „Stickerbomb“ oder „Stickerbombing“ versteht man in der Tuningszene das exzessive Aufbringen von Aufklebern auf einzelne Fahrzeugteile oder gar kompletten Autos. Optisch erinnern die in dieser Form verzierten Flächen an die „Stickerkunst“, eine Form von „Street Art“, wie man sie häufig in Großstädten wiederfindet.
Der „Stickerbomb-Style" hat sich vor allem in Japan und den USA etabliert, aber auch in Deutschland wird dieser Stil immer beliebter. Der Ursprung des „Stickerbombings" wird meist der JDM-Szene zugeordnet.

Was bedeutet eigentlich „Stickerbomb“?: Stickerbombing zeichnet sich durch die Vielfalt an Formen und Farben aus (Bild 3)
Stickerbombing zeichnet sich durch die Vielfalt an Formen und Farben aus

Stickerbombing für das eigene Fahrzeug

Um an der Kunst des Stickerbombings mit dem eigenen Fahrzeug teilzunehemn gibt es eine einfache Lösung: „Stickerbomb-Folien"! Diese sind auch ind verschiedenen Stilen erhältlich. Ob auffallend Bund oder im stilvollen Schwarz-Weiß. Auch kann die Stickerbomb-Folie in verschiedenen Größen, je nach Fläche die beklebt werden soll, ausgesucht werden.  

Die Kunst des Stickerbombings

Die Kunst des „Stickerbombings“ ist es, eine Fläche nicht einfach nur mit Aufklebern zu übersähen, sondern aus den verschiedensten Farben und Formen eine homogene Einheit zu schaffen. Problematisch im Zusammenhang mit den vielen in Art, Form und Qualität völlig unterschiedlichen Stickern ist die variierende Haltbarkeit. So kommt es oft vor, dass einzelne Aufkleber verblassen, sich vorzeitig zersetzen oder ablösen. Während manche diesen Effekt sogar schätzen, setzen andere auf die mittlerweile gängigen „Stickerbomb-Folien", um ihrem Fahrzeug einen individuellen Look zu verpassen. Die beim tatsächlichen Aufkleben vieler einzelner Sticker entstehenden Kanten und Überlappungen entfallen hierbei. Die Klebkraft und Witterungsbeständigkeit ist für die gesamte Fläche einheitlich. Allerdings leidet die Kreativität und Individualität bei der Verwendung solcher Folien.

Was bedeutet eigentlich „Stickerbomb“?: Hier sorgt eine Stickerbomb-Folie für den gewünschten Look (Bild 5)
Hier sorgt eine Stickerbomb-Folie für den gewünschten Look

Die Entwicklung des Stickerbombings in Deutschland

Nachdem sich der Trend des Stickerbombings auch in Deutschland durchsetzte, sah man viele Fahrzeuge mit entsprechend gestylten Flächen. Dabei war es egal, ob der Rest des Wagens optisch zu den Stickern passte. Nachdem der erste große Hype um den „Stickerbomb-Stil" abgeklungen war, sah man immer öfter sinnvoll eingesetzte Stickerflächen an Szenenfahrzeugen.

Heute kann man sagen, dass sich das Stickerbombing auch bei uns etabliert hat, und meistens auf Schwellern, Lippen, Kotflügeln oder Motorhauben zu finden ist.

Was bedeutet eigentlich „Stickerbomb“?: Teilweise finden die Sticker auch unter der Motorhaube Verwendung (Bild 7)
Teilweise finden die Sticker auch unter der Motorhaube Verwendung

Stickerbomb: Wie darf beklebt werden?

Man darf beim Stickerbombing nicht das Auto wahllos bekleben. Auf drei wesentliche Regeln sollte man achten. 

1. keine verfassungsfeindlichen Symbole: Die Sticker sollten für niemanden beleidigend wirken. 

2. Die Sicht darf nicht durch eine Folie behindert werden: Man sollte trotz Folie freie Sicht habe. Das bedeutet, dass eine bestimmte Bauartgenehmigung vorliegen muss, wenn der Sticker oder die Folie 0,1 Quadratmeter oder ein Viertel der Scheibenfläche bedeckt. Beachtet man dies nicht, erlischt die Betriebserlaubnis. 

3. Keine Folie bzw. Sticker auf Scheinwerfern: Das Folieren der Scheinwerfer ist untersagt, weil eine Gefährdung gem. § 30 der StVZO nicht ausgeschlossen werden kann.

Fazit zur Entwicklung des Stickerbombings

- Anfänglich nur in Japan und USA vertreten
- Einzelne Sticker oder Stickerfolie
- Bessere Haltbarkeit dank Folie
- Großer Hype abgeklungen
- Auch in Deutschland etabliert

Hat dir dieser Artikel weitergeholfen? Lass es uns wissen!

Text & Fotos B. Planz
Datum der Erstveröffentlichung: 12. Dezember 2013
Bildergalerie des Artikels (8 Bilder)

Kommentar als Gast schreiben (Schon Mitglied? Hier einloggen oder Registrieren)

Als Gast kommentieren
Nach dem Absenden des Kommentars erhältst
Du eine Bestätigungsmail um Deinen Kommentar
freizuschalten.
Erst nach der Bestätigung ist Dein Kommentar sichtbar.
Bitte alle Felder ausfüllen!
Es wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Unsere Partner & Sponsoren haben einiges zu bieten!