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Was bedeutet eigentlich „Hot Rod“?

23. Oktober 2014
Tuning-Lexikon: „Hot Rod“ im Lexikon

Der eine liebt sie, der andere hasst sie – bei „Hot Rods“ scheiden sich die Geister. Was es genau mit den modifizierten US-Cars auf sich hat und welchen Zweck die Boliden ursprünglich inne hatten, erklären wir euch im Tuningsuche.de Lexikon.

Ganz allgemein betrachtet kann man „Hot Rods“ als speziell getunte amerikanische Fahrzeuge bezeichnen, welche auf Fabrikaten der 1930er- und 40er Jahre basieren. Für die Entstehung des Ausdrucks „Hot Rod“ selbst gibt es verschiedene Erklärungsansätze: Das man „Hot“ mit „heiß“ übersetzen kann, dürfte wohl den meisten einleuchten. „Rod“ allerdings könnte neben „Pleuel“ auch für eine „Pistole“ oder die Kurzform von „Roadster“ stehen. Allessamt treffende Bezeichnungen.

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Geschichte der „Hot Rods“

Die ursprünglichen „Hot Rods“ kamen in den Jahren kurz nach dem zweiten Weltkrieg auf. Die heimkehrenden Soldaten und amerikanischen Jugendlichen suchten nach günstigen Möglichkeiten, sich mit modifizierten Fahrzeugen „Drag Races“, also Beschleunigungsrennen auf alten Flughäfen oder ausgetrockneten Salzseen, zu liefern. Da die typischen Sportwagen dieser Epoche für diese Zielgruppe unerschwinglich waren, bildeten deutlich billigere Mittelklassewagen die Grundlage.

Klassische Vertreter bildeten die ersten Fabrikate aus dem Hallen von Henry Ford: Model A, Model B oder das liebevoll als „Tin Lizzy“ betitelte Modell T waren weit verbreitet. Im Laufe der Zeit verschwanden diese Wagen jedoch nach und nach aus dem Alltagsbild und entwickelten sich zu gesuchten Sammlerfahrzeugen. Neuere Generationen von „Hot Rods“ werden deshalb zumeist von Karosseriebauern nach dem Vorbild dieser Modelle gefertigt.

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Performance Modifikationen Marke Eigenbau

Für „Drag Races“ allerdings waren die werksmäßigen Aggregate nicht zu gebrauchten – es fehlte schlicht und einfach an der nötigen Leistung. Ersetzt wurden sie zumeist durch deutlich stärkere V8-Motoren. Um das Leistungsgewicht zu reduzieren mussten alle unnötigen Blechteile weichen. Kotflügel, Hardtops oder Stoßstangen fehlten bei den meisten „Hot Rods“ komplett. In Extremfällen wurde selbst noch der Lack bis aufs Blech abgeschliffen, um auch die letzten Gram unnötigen Gewichts zu entfernen. Aus ebendieser Tradition entstanden auch der „Rust Look“, der sich in letzter Zeit wachsender Beliebtheit erfreut.

Die eigentlichen Karosserien der „Hot Rods“ wurden weiter verändert, um ihre aerodynamischen Eigenschaften zu verbessern. So wird etwa beim „Top Chop“ das Dach des Wagens durch entfernen von Streifen an den A-, B- und C-Säulen tiefer gesetzt. Für eine tiefe Gangart sorgte neben klassischen Fahrwerken das sogenannte „Channeling“: Für eine größere Tieferlegung wird der Rahmen selbst entsprechend umgeschweißt.

Auch bei „Hot Rods“ der neueren Generation finden sich all diese Modifikationen wieder. Der Zweck hat im Laufe der Zeit allerdings eine 180-Grad-Wende erfahren: Statt auf „Drag Races“ werden die meisten „Hot Rods“ heutzutage zum Cruisen oder auf Tuning-Treffen eingesetzt. So kommt auch der Optik eine immer stärkere Bedeutung zu. War diese bei den ursprünglichen Boliden eher sekundärer Natur finden sich bei neuere Vertreter verstärkt verchromte Komponenten sowie Show-Lackierungen.

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Tuning-Stile in der „Hot Rod“-Welt

In der Welt der „Hot Rods“ selbst kann man verschiedene Stilrichtungen unterscheiden. „Rat Rods“ entsprechen dem äquivalent der „Ratten“ hierzulande. Ist statt einem klassischen Ford-Modell ein Volkswagen die Basis, so wird dieser als „Volks Rod“ betitelt. Daneben gibt es noch „Old School Rods“, „Resto Rods“ oder auch „Street Rods“.

Text: F. Laudner, Fotos: Wikipedia.com

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