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Was sind eigentlich Schmiedefelgen?

25. April 2013
Tuning-Lexikon: Schmiedefelgen im Lexikon

Manche Begriffe werden in der Tuningszene inflationär benutzt obwohl viele Szenegänger ihre Hintergründe gar nicht oder nur teilweise kennen. Unser Lexikon der Szenebegriffe beschäftigt sich heute mit den beliebten Schmiedefelgen und erklärt die Unterschiede zur herkömmlichen Felge.

Am Begriff „Schmiedefelge“ selbst gibt es nichts zu übersetzen oder gar zu erklären. Es handelt sich ganz einfach um eine Felge, die geschmiedet wurde. Allerdings dürfte wohl kaum jemand daran glauben, dass jemand am Amboss stehend eine funktionierende Felge zurechthämmert. Und da fängt der Klärungsbedarf an.

Herkömmliche Leichtmetallräder werden in der Regel gegossen. Im Klartext: heisses Aluminium läuft in Formen, die exakt dem angestrebten Aussehen gleichen. Der daraus resultierende Rohling ist zwar nach dem Erkalten noch nicht „straßentauglich“, formtechnisch aber bereits größtenteils vollendet.
Bei der Herstellung von Schmiederädern wird eine spezielle Legierung verwendet und ein „grober“ Rohling gegossen, welcher dann im warmen aber schon festen Zustand von hydraulischen Pressen stufenweise in seine gewollte Form gebracht wird.
Dieses maschinelle Schmieden verhilft dem Rad zu seinen ganz typischen Eigenschaften. Im Vergleich zu herkömmlichen Gussfelgen sind Schmiedefelgen sehr viel fester und belastbarer, weil das Aluminium beim Schmiedevorgang stark verdichtet und zudem der Gefügeverlauf des Materials nicht unterbrochen wird.

Dieser Umstand sorgt auch für eine erhebliche Gewichtsreduktion, weil bei Schmiedefelgen mit viel geringerer Wandstärke die gleiche Festigkeit erreicht werden kann wie bei einer herkömmlichen Felge. Zu guter Letzt ist auch die Beschaffenheit hochwertiger als bei gegossenen Rädern. Poren und Materialeinschlüsse sucht man vergeblich, die Oberfläche ist absolut glatt und schön anzusehen.
Als „Mutter aller Schmiedefelgen“ kann wohl die berühmte Fuchs-Felge genannt werden, die man vor allem von klassischen Fahrzeugen aus dem Hause Porsche her kennt.

Bei allen Vorteilen bringt auch die Schmiedefelge Nachteile mit sich. Zum einen sind Schmiedefelgen wegen der Herstellungsweise meist etwas „schlichter“ gehalten als Gussfelgen. Ein weiterer entscheidender Nachteil sind die hohen Herstellungskosten, welche sich natürlich auch im Endpreis niederschlagen. Das vergleichsweise junge Verfahren Flow-Forming wird daher heutzutage immer öfter als Alternative genannt.

Wer mehr über die Herstellung von Felgen erfahren möchte, den könnte unser Artikel über die Felgenherstellung bei BBS mit Video interessieren.

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