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Wunschkennzeichen fürs Kfz – was ist erlaubt und was verboten?

14. Februar 2019
Community: KFZ-Kennzeichen: Was ist erlaubt?

Wunschkennzeichen sind nicht nur in der Tuningszene sehr beliebt, sondern auch bei "Normalbürgern" eine oft genutzte Möglichkeit, das eigene Fahrzeug individuell zu gestalten. Hierbei muss man sich allerdings an einige kleine Spielregeln halten. Was erlaubt und verboten ist, klären wir im folgenden Artikel auf.

Persönliche Wunschkennzeichen werden immer beliebter, ersetzen sie doch immer öfter die vom Straßenverkehrsamt zugeteilten Nummernschilder. Neben dem individuellen Flair eines solchen Kennzeichens spielen sicher auch die Kosten eine Rolle, die nicht sonderlich hoch ausfallen. Allerdings setzen gewisse Einschränkungen der Gestaltung des Wunschkennzeichens Grenzen.

Sind Initialen und Wortspiele bei Wunschkennzeichen besonders beliebt?

Initialen und Wortspiele gehören zweifellos zu den beliebtesten Formen, ein Kfz-Kennzeichen ganz nach eigenem Geschmack zu erschaffen. Häufig ergänzt das Geburtsjahr die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens, wodurch Fahrzeughalter allerdings sensible Daten von sich preisgeben. Kriminelle können anhand dieser Informationen durchaus Kontakt mit Ämtern aufnehmen, wo möglicherweise unbedarfte Mitarbeiter entscheidende Infos verraten könnten. So viel zur Theorie.

Wer also sein KFZ ummelden und beispielsweise bei Verivox eine Kfz-Versicherung suchen möchte, sollte davor mehrere Optionen und Kennzeichen-Variationen gegeneinander abwägen und sich für eine passende und sinnvolle Kombination entscheiden.

Hierbei sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass man das angemeldete Kennzeichen nicht gleichzeitig als Passwort in der Onlinewelt verwendet. Weniger gefährlich sind Wortspiele und Spitznamen oder auch Hinweise auf den favorisierten Fußballverein, jedoch gehören gewaltverherrlichende, diskriminierende oder sogar sexuelle Anspielungen nicht auf ein Nummernschild.

Was hat es mit den Altkennzeichen auf sich?

Wunschkennzeichen sind genauso wie normale Nummernschilder aufgebaut. Auf ein höchstens drei Stellen langes und auf den Landkreis beziehungsweise die kreisfreie Stadt verweisendes Unterscheidungszeichen folgt eine Erkennungsnummer. Jene besteht aus Zahlen und Buchstaben.

Altkennzeichen setzen beim Unterscheidungszeichen an, indem seit 2012 vormals abgeschaffte Kreise wieder erlaubt sind. Viele davon sind im Osten der Republik zu finden, wo Patrioten unbedingt ihre alten Kreise zurückhaben wollten, protestierten und dem Bund gewissermaßen keine andere Möglichkeit ließen, als die entsprechenden Kreise wieder freizugeben. Allerdings ist hier auch nicht alles erlaubt, da zum Beispiel Burglengenfeld (Unterscheidungszeichen BUL) nicht mit -LE kombiniert werden darf. Pikanterweise hatte sich ausgerechnet ein Polizeibeamter nach dieser Möglichkeit erkundigt.

Welche Wunschkennzeichen und Kombinationen sind verboten?

Grundsätzlich lassen sich zahlreiche Wünsche verwirklichen. Sobald jedoch der deutsche Nationalsozialismus ins Spiel kommt, ist Schluss mit lustig. Sämtliche Abkürzungen, die mit dieser Zeit in Verbindung gebracht werden können, haben auf einem Wunschkennzeichen nichts zu suchen. Neben SS, SD und SA sind NS, KZ und HJ echte No-Gos. Selbstverständlich darf auch AH nicht verwendet werden. Ob es in einem Kreis weitere, regionale Verbote gibt, erfahren Fahrzeughalter bei ihrer Zulassungsstelle. Normalerweise ist zudem die Nutzung der deutschen Umlaute Ä, Ö und Ü nicht möglich, da die Alphabete anderer europäischer Staaten diese Buchstaben nicht enthalten. Ausnahme: der Landkreis Altötting (AÖ).

Was kosten Wunschkennzeichen?

Ein Wunschkennzeichen kostet nicht viel. Bundesweit betragen die Kosten für das reine Wunsch-Nummernschild 10,20 €, zu denen sich noch im Falle einer Vorab-Reservierung 2,60 € gesellen. 12,80 € fallen demnach für ein individuelles Kennzeichen an, was im Vergleich zu den restlichen, im Rahmen einer An- oder Ummeldung auflaufenden Ausgaben wenig ist.

Um die 20 € kostet da nämlich schon das Prägen und erst die ohnehin zu zahlenden Gebühren in Höhe von maximal zirka 60 € heben die Kosten für ein um- oder anzumeldendes Nummernschild in die Nähe von 100 €. Mit Blick auf die 12,80 € lässt sich festhalten: Letztlich gelangen Autobesitzer recht günstig und in wenigen Schritten zum individuellen Wunschkennzeichen.

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