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Xenon-Lampen: Alles über Funktion, Vorteile und Nachrüstung

2. November 2021
Tuning-Lexikon:

Wie funktionieren Xenonlampen und warum sind sie so beliebt? In diesem Artikel erklären wir euch alle relevanten Informationen rund um Funktion, Installation, sowie die Vor- und Nachteile von Xenonleuchten.

Wie funktionieren Xenonlampen?

Bei Xenon-Lampen kommen anstatt Halogenlampen Gasentladungslampen zum Einsatz. Diese sind mit Xenongas gefüllt. Xenon-Lampen werden mit einem Lichtbogen mithilfe eines Hochspannungsimpulses gezündet und nicht durch einen Glühfaden wie bei Halogenlampen. Diese Zündung findet durch ein Vorschaltgerät mit 20.000 Volt statt, wodurch zwischen den Lichtbögen ein Gasschlauch entsteht. Das Xexongas fängt an zu leuchten, wenn durch die Elektroden Strom fließt.

In Deutschland gibt es die Xenon-Lampen bereits seit 1989. Nach der Einführung der D1-Lampe war es zunächst vorgesehen, dass nur das Abblendlicht damit ausgestattet wird. Ab dem Jahre 1999 kamen die ersten Bi-Xenon-Scheinwerfer, die man dann auch bei Fernlicht einsetzen konnte. Heute gehören die Xenon-Scheinwerfer sogar bei Mittelklassefahrzeugen zur Standardausrüstung.

Xenon-Brenner: Das sind die Vorteile!

Ein Vorteil der Xenon-Lampen ist die Lebensdauer. Wenn man diese mit Halogenlampen vergleicht, schneiden die Xenon-Brenner deutlich besser ab. Die Teile halten 4-mal länger und die Lampe an sich muss seltener gewechselt werden. Dagegen sind Xenon-Lampen aber bei der Anschaffung im Vergleich zu Halogenlampen teurer. Dies führt auch dazu, dass die Fahrzeuge, die mit Xenon-Scheinwerfern ausgestattet sind, deutlich mehr als die mit Halogenscheinwerfern kosten.

Verglichen mit herkömmlichen Halogenscheinwerfern ist die Lichtausbeute der Doppel- oder Bi-Xenon-Scheinwerfer höher. Die Halogenlampen besitzen einen Wirkungsgrad von lediglich 15-30 Lumen/Watt und die Xenon-Brenner etwa 50-70 Lumen/Watt. Zu den Vorteilen zählt auch, dass die Xenon-Scheinwerfer weniger Energie benötigen und ein taghelles Licht bieten, was das Fahren in der Nacht erleichtert. Das liegt daran, dass Xenon-Licht natürliche Sehgewohnheiten des Auges imitiert, wodurch der Fahrer langsamer müde wird. 

Wie kann man Xenon-Lampen richtig einbauen?

Der Austausch der Xenon-Lampen unterscheidet sich je nach Fahrzeugmodell. Bei Unsicherheiten sollte man im Wartungshandbuch des Fahrzeugs die nötigen Informationen nachlesen. In der Regel geht man wie folgt vor:

- Zuerst sollte man die Beleuchtung des Fahrzeugs komplett ausschalten und den Zündschlüssel nicht im Zündschloss stecken lassen. Zur Sicherheit sollte die Batterie abgeklemmt werden.

- Bei der Installation sollte beachtet werden, dass der Glaskolben des Xenon-Brenners immer nur mit Handschuhen angefasst werden soll, da sonst aufgrund der Fettrückstände auf den Händen Schäden entstehen könnten.

- Im nächsten Schritt sollte man die Motorhaube öffnen. Die Wartungsklappen befinden sich meist an der Rückseite der Scheinwerfer. Dort sollte überprüft werden, ob genug Platz für einen Austausch vorhanden ist. Falls man die Wartungsklappen nicht findet, kann im Wartungshandbuch nachgesehen werden.

- Weiterhin sollte man die Bügel von der Plastikabdeckung der Klappen lösen

- Dann den Stecker so lange gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis ein Klicken zu hören ist.

- Sobald man den Stecker abzieht, kann der Xenon-Brenner von hinten gesehen werden.

- Danach die Halteklammern des Xenon-Brenners leicht zusammendrücken und nach unten hinwegnehmen. Dabei sollte man sehr vorsichtig sein, denn er könnte eventuell herunterfallen und kaputt gehen.

- Damit der neue Brenner auch optimal in die Halterung passt, sollte beim Entfernen darauf geachtet werden, wie dieser eingesetzt war.

- Den neuen Brenner einsetzen und solange festhalten, bis alle Halteklammern wieder angelegt sind.

- Daraufhin den Stecker im Uhrzeigersinn drehen, bis wieder das Klick-Geräusch ertönt.

- Die Plastikabdeckung überziehen und die Bügel anbringen.

Zu beachten: Während des Nachrüstens können auch gleichzeitig eine automatische Leuchtweitenregulierung und eine Scheinwerferwaschanlage eingebaut werden.

Wenn man sich mit der Fahrzeugelektronik nicht auskennt, ist es ratsam, den Einbau von einer Werkstatt durchführen zu lassen. So kann man sicherstellen, dass die Xenon-Lampen ordnungsgemäß funktionieren. Durch falsch eingebaute Lampen gefährdet man die anderen Verkehrsteilnehmer, riskiert ein Bußgeld und bekommt weitere zusätzliche Kosten, weil der Schaden in der Werksatt behoben werden muss.

Xenon-Lampen nachrüsten: Bußgeld vermeiden

Beim Kauf und Einbau der Xenon-Lampen sollte einiges beachtet werden, um keine Geldstrafe zahlen zu müssen. Die Xenon-Lampen sollen zwingend, vor allem wenn man sie selbst kauft, ein ECE-Prüfsiegel haben. Dieses Siegel zeigt, dass die Leuchten im Straßenverkehr zugelassen sind. Bei nicht Beachtung riskiert man Bußgeldzahlungen aufgrund falsch eingebauter Xenon-Lampen.

Ein Nachrüsten ist zusätzlich mit dem Aufwand einer Zulassung verbunden. Sobald man das Fahrzeug nachrüstet, muss die vorschriftsmäßige Installation vom TÜV überprüft und eingetragen werden, um die Zahlung eines Bußgeldes zu vermeiden.

Grundsätzlich ist es nicht verboten, das Fahrzeug nachzurüsten, wenn alle Elemente, die zusätzlich eingebaut wurden, auch vom TÜV eingetragen worden sind.

Jedes Fahrzeugteil, das zusätzlich eingebaut wurde, hat eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE). Auf die ABE des Fahrzeugs und des Elements sollte grundsätzlich bei der Nachrüstung geachtet werden. Man sollte beachten, dass ohne eine ABE für die Fahrzeugteile, die nachgerüstet wurden, kein Versicherungsschutz besteht. Wird dennoch eine unzulässige Beleuchtung eingebaut, droht ein Bußgeld von 20,00€. Erlischt dadurch die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs, kann ein Bußgeld von sogar 50,00€ folgen.

Weitere Informationen rund um Xenon-Lampen: https://www.pkwteile.de/autolampen/xenon-auto-lampen

Weitere Informationen rund um Bußgelder findet man unter: https://www.bussgeld-info.de/bussgeld-xenon/

Datum der Erstveröffentlichung: 4. März 2021
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