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Xenon-Lampen: Alles über Funktion, Vorteile und Nachrüstung

4. Mrz 2021
Tuning-Lexikon:

Wie funktionieren Xenonlampen und warum sind diese so beliebt? In diesem Artikel erklären wir euch alle relevanten Informationen rund um Funktion, Installation, sowie die Vor- und Nachteile von Xenonleuchten.

Wie funktionieren Xenonlampen?

Bei Xenon-Lampen kommen anstatt Halogenlampen Gasentladungslampen, die mit Xenongas gefüllt sind, zum Einsatz. Die Xenon-Lampen werden mit einem Lichtbogen mithilfe eines Hochspannungsimpulses gezündet und nicht wie bei den Halogenlampen mit einem Glühfaden. Diese Zündung findet durch ein Vorschaltgerät mit 20.000 Volt statt und dadurch entsteht zwischen den Lichtbogen ein Gasschlauch. Das Xexongas fängt an zu leuchten, wenn durch die Elektroden Strom fließt.

In Deutschland gibt es die Xenon-Lampen bereits seit 1989. Nach der Einführung der D1-Lampe war es zunächst vorgesehen, dass nur das Abblendlicht damit ausgestattet wird. Ab dem Jahre 1999 kamen die ersten Bi-Xenon-Scheinwerfer, die man dann auch bei Fernlicht einsetzen konnte. Heute gehören die Xenon-Scheinwerfer sogar bei Mittelklassefahrzeugen zur Standardausrüstung.

Xenonlichter: Das sind die Vorteile!

Ein Vorteil der Xenon-Lampen ist die Lebensdauer. Wenn man diese mit Halogenlampen vergleicht, schneiden die Xenon-Brenner deutlich besser ab, da diese Teile 4-mal länger halten und man die Xenon-Lampen seltener wechseln muss. Dagegen sind die Xenon-Lampen bei der Anschaffung teurer als die Halogenlampen. Außerdem kosten die Fahrzeuge, die mit Xenon-Scheinwerfern ausgestattet sind, mehr als die mit Halogenscheinwerfern.

Im Vergleich zu den herkömmlichen Halogenscheinwerfern ist die Lichtausbeute der Doppel- oder Bi-Xenon-Scheinwerfer höher. Die Halogenlampen besitzen einen Wirkungsgrad von lediglich 15-30 Lumen/Watt und die Xenon-Lampen etwa 50-70 Lumen/Watt. Zu den Vorteilen zählen auch, dass die Xenon-Scheinwerfer weniger Energie benötigen und ein taghelles Licht bieten, was das Fahren in der Nacht erleichtert.

Wie kann man Xenon-Lampen richtig installieren?

Der Austausch der Xenon-Lampen ist unterschiedlich, je nach Fahrzeugmodell. Zur Sicherheit sollte man im Wartungshandbuch des Fahrzeugs nachlesen. In der Regel geht man wie folgt vor:

- Die Beleuchtung des Fahrzeugs komplett ausschalten. Den Zündschlüssel nicht im Zündschloss stecken lassen und für die Sicherheit sollte die Batterie abgeklemmt werden. - Den Glaskolben des Xenon-Brenners immer mit einem Handschuh anfassen, da es sonst aufgrund Fettrückständen kaputtgehen könnte.

- Die Motorhaube öffnen. Die Wartungsklappen befinden sich meist an der Rückseite der Scheinwerfer, diese überprüfen, ob genug Platz für einen Austausch vorhanden ist. Falls man die Wartungsklappen nicht findet, sollte man im Wartungshandbuch nachsehen.

- Von der Plastikabdeckung der Klappen die Bügel lösen. - Den Stecker gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis ein Klicken zu hören ist.

- Sobald man den Stecker zieht, kann man den Xenon-Brenner von hinten sehen.

- Die Halteklammern des Xenon-Brenners leicht zusammendrücken und nach unten hin wegnehmen. Dabei sollte man vorsichtig sein, denn er könnte eventuell herunterfallen.

- Damit der neue Brenner in die Halterung passt, sollte man beim Entfernen darauf achten, wie dieser eingesetzt wurde.

- Den neuen Brenner einsetzen und solange festhalten, bis alle Halteklammern wieder angelegt sind.

- Den Stecker im Uhrzeigersinn drehen, bis es wieder klickt.

- Die Plastikabdeckung überziehen und die Bügel anbringen.

Zu beachten: Während des Nachrüstens sollte man gleichzeitig auch eine automatische Leuchtweitenregulierung und eine Scheinwerferwaschanlage einbauen.

Wenn man sich mit der Fahrzeugelektronik nicht auskennt, ist es ratsam, damit die Xenon-Lampen ordnungsgemäß funktionieren, den Einbau von einer Werkstatt durchführen zu lassen. Durch falsch eingebaute Lampen gefährdet man die anderen Verkehrsteilnehmer, riskiert ein Bußgeld und es kommen zusätzliche Kosten auf einen zu, wenn eine Werkstatt den Schaden beheben muss.

Xenon-Lampen nachrüsten: Bußgeld vermeiden

Beim Kauf und Einbau der Xenon-Lampen sollte man jedoch einiges beachten, um keine Geldstrafe zu zahlen. Die Xenon-Lampen müssen, wenn man diese selbst kauft, ein ECE-Prüfsiegel haben. Dieses Siegel zeigt an, dass die Leuchten im Straßenverkehr benutzt werden dürfen. Ansonsten riskiert man Bußgeldzahlungen aufgrund von falsch eingebauten Xenon-Lampen.

Ein Nachrüsten ist zusätzlich mit dem Aufwand einer Zulassung verbunden. Sobald man das Fahrzeug nachrüstet, muss die vorschriftsmäßige Installation vom TÜV eingetragen und überprüft werden, damit man kein Bußgeld zahlen muss.

Grundsätzlich ist es nicht verboten, das Fahrzeug nachzurüsten, wenn alle Elemente, die zusätzlich eingebaut wurden, auch vom TÜV eingetragen worden sind.

Jedes Fahrzeugteil, das zusätzlich eingebaut wurde, hat eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE). Auf die ABE des Fahrzeugs und des Elements sollte man achten, wenn man das Fahrzeug nachrüstet. Man sollte beachten, dass ohne eine ABE für die Fahrzeugteile, die nachgerüstet wurden, kein Versicherungsschutz für das Fahrzeug besteht. Wird eine unzulässige Beleuchtung eingebaut, droht ein Bußgeld von 20,00€ und ist dadurch die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erloschen, kann das Bußgeld sogar 50,00€ betragen.

Weitere Informationen rund um Xenon-Lampen: https://www.pkwteile.de/autolampen/xenon-auto-lampen

Weitere Informationen rund um Bußgelder findet man unter: https://www.bussgeld-info.de/bussgeld-xenon/

Datum der Erstveröffentlichung: 4. Mrz 2021
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