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Welche Motorbauarten gibt es?

18. Juli 2019
Tuning-Lexikon: Die Motorbauarten im Lexikon

Ob US Muscle-Car mit bulligem V8-Aggreagat oder klassischer Porsche mit Boxer-Motor: Die meisten Fahrzeuge wären ohne ihre charakteristischen mechanischen Herzstücke nicht vorstellbar. Tuningsuche.de stellt euch die 4 wichtigsten Motorbauarten inklusive ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile vor.

Bei der Konstruktion der Motoren werden die Hersteller immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Die Motoren sollen immer weniger Platz benötigen, weniger Kraftstoff verbrauchen, günstiger in der Herstellung sein und eine hohe Laufruhe haben. Diese Anforderungen stellen die Entwickler neuer Aggregate immer vor neue Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Mit der Zeit kristallisierten sich einige Varianten heraus, die sich bis heute etabliert haben.

Die Motorbauart R-Motor

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Der Begriff „R-Motor" steht für Reihenmotor, und beschreibt damit bereits ein Merkmal dieser Motorbauart. Die charakteristische reihenartige Anordnung der Zylinder ist beim R-Motor das wohl wichtigste und auffälligste Merkmal. Der Motor selbst kann, je nach Fabrikat, entweder längs oder quer im Motorraum verbaut sein.

Durch seine Konstruktion bedingt, besitzt der R-Motor einen relativ einfachen Aufbau, der in kostengünstiger Produktion und einfacher Wartung resultiert. Die Zylinderanordnung in Reihe führt auch zu der charakteristischen Form der Motoren. Reihenmotoren sind üblicherweise recht lang und schmal und eignen sich, aufgrund technischer Schwierigkeiten, meist nur bis zu 6 Zylindern.

Die Motorbauart V-Motor

Welche Motorbauarten gibt es? Bild 779600

Genauso wie der R-Motor lässt sich auch die Bezeichnung des V-Motors auf die besondere Anordnung der Zylinder zurückführen. Diese sind bei V-Motoren V-förmig angeordnet und benötigen somit zwei Zylinderbänke. Aus diesem Grund können ungerade Zylinderzahlen nur kompliziert realisiert werden.

Während der Reihenmotor durch seinen recht einfachen Aufbau punkten kann, ist dies beim V-Motor nicht der Fall. Durch die doppelte Anzahl an Zylinderbänken werden ebenfalls einige andere Bauteile doppelt benötigt. Allerdings benötigen V-Motoren, im Gegensatz zu R-Motoren, bei gleicher Zylinderanzahl praktisch nur die Hälfte an Länge.

Die Motorbauart VR-Motor

Welche Motorbauarten gibt es? Bild 779601

Bei den VR-Motoren hat man versucht, das Beste der R- und V-Motoren zu kombinieren. Durch einen geringen Versatz der Zylinder konnte man den niedrigen Platzbedarf des V-Motor, ohne jedoch die doppelte Anzahl an Brücken und Köpfen zu benötigen, realisieren.

Neben dem geringeren Platz- und Teilebedarf des VR-Motor, ist dieser allerdings in der Konstruktion nicht einfach umzusetzen und hat den Ruf, besonders Fehleranfällig zu sein. Dies lässt sich wiederum durch die Position der Zylinder erklären, die durch ihre kompakte Anordnung die Mitte der Kurbelwelle nicht mehr schneiden.

Die Motorbauart Boxermotor

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Bekannt wurde der Boxermotor hauptsächlich durch die Marke Porsche. Die Besonderheit des Boxermotor sind erneut die Zylinderbänke. Diese sind beim Boxermotor in einem 180°-Winkel angeordnet und stehen sich somit genau gegenüber.

Durch diese besondere Anordnung der Zylinderbänke kann eine geringere mechanische Beanspruchung, sowie eine bessere Laufruhe während der Fahrt realisiert werden. Zudem können Boxermotoren wesentlich flacher als andere Aggregate gefertigt werden und ermöglichen somit einen besseren Fahrzeugschwerpunkt. Allerdings haben Boxermotoren eine große Breite und sind recht aufwendig in ihrer Fertigung.

Fazit: Die gängigsten Motorbauarten und ihre Besonderheiten

- Vier Motorbauarten haben sich etabliert
- R-Motoren haben hohe Länge aber einfache Wartung
- V-Motoren brauchen wenig Platz aber komplizierte Wartung
- VR-Motoren kombinieren V-und R-Motoren
- Boxermotoren haben gute Laufruhe
- Wurden durch Porsche bekannt

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Text: F. Laudner, Fotos: Wikipedia.com (Verändert und zur Weiterverwendung nach CC v.3 gekennzeichnet), Archiv

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Datum der Erstveröffentlichung: 11.12.2014

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