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Kommentare (0)  | Bilder(4) 10. Januar 2017
// Community: Vor- und Nachteile bei Keyless Go-Systemen

Keyless Go: Die Diebstahlgefahr in der Tasche

Mit dem Komfort wächst teils auch die Gefahr: Bei Modellen mit modernen Keyless Go-Systemen haben Diebe oft leichtes Spiel. Doch es gibt Abhilfe zum Diebstahlschutz.

Eigentlich ist es längst keine Neuheit mehr, aber dennoch kämpfen viele Hersteller mit der Diebstahlgefahr eines wesentlichen Komfort- und Assistenzsystems: Dem Keyless Go. Dieses ermöglicht dem Besitzer eines Fahrzeugs, dieses zu öffnen und einzusteigen, ohne dabei den Schlüssel aus der Tasche zu holen. Was einerseits sehr bequem und vorteilhaft erscheint, hat allerdings auch seine Schattenseiten: Die Signale, die beim Keyless Go-System zwischen Schlüssel und Fahrzeug ausgetauscht werden, können durchaus von Dritten abgefangen werden.

In der Regel funktioniert ein Keyless Go-System nach folgendem Prinzip: Der Fahrer nähert sich samt Schlüssel dem Auto, sodass dieser ein codiertes Signal ans Fahrzeug sendet. Das Fahrzeug erkennt diese Anfrage, schickt eine codierte Nachricht an den Transponder im Schlüssel zurück, die wiederum vom Transponder bestätigt wird. Erst dann entriegeln beispielsweise die Türen und der Besitzer kann ungehindert einsteigen. Ungünstig gestaltet sich das Prinzip jedoch, wenn jemand die Signale abfängt und für eigene Zwecke missbraucht.


Reichweitenverstärker als Abfangmethode

Eigentlich sprechen auf den ersten Blick die Vorteile eines solchen Keyless Go-Systems für sich. Nicht nur das Entriegeln funktioniert auf diese Art und Weise äußerst bequem – selbiges gilt auch für das Verriegeln beim Verlassen des Fahrzeugs. Manche Hersteller bieten ebenfalls die Easy-Pack-Heckklappe an, welche sich per Knopfdruck elektronisch öffnen und schließen lässt sowie je nach Parkplatz in ihrer Höhe arretiert werden kann. Wer seinen Schlüssel im Auto bzw. im Kofferraum vergisst und die Tür zuwirft, hat zudem den Vorteil, dass das Fahrzeug beim Keyless Go nicht automatisch verriegelt.

Ein entscheidender Nachteil ist allerdings die drohende Diebstahlgefahr bei Verwendung eines Keyless Go-Systems. Denn die Signale, die der Schlüssel und das Fahrzeug austauschen, können durchaus abgefangen werden. Zwar ist die vorgesehene Reichweite der gesendeten Signale nur für wenige Meter ausgelegt, die Signale können allerdings durch einen Reichweitenverstärker an einen Dritten heranreichen, der diese eigenmächtig an das Fahrzeug mit Keyless Go-System übermittelt.



Nötig sind dafür ein oder zwei solcher Verstärker, je nachdem ob lediglich ein Dritter oder auch ein Vierter am Diebstahl mitwirkt. Im ersteren Fall müsste der Verstärker nahe zwischen Fahrzeugschlüssel und Fahrzeug platziert sein, der Schlüssel darf sich in dem Fall also nicht weit vom Auto selbst entfernt befinden. Da diese Situation verdächtig und damit eher unwahrscheinlich ist, wird gewöhnlicherweise ein Verstärker beim Schlüssel sowie einer nahe des Fahrzeugs selbst platziert. Der Komplize in Fahrzeugnähe kann dieses dann schnell in Beschlag nehmen, wenn das Signal ihm die Türen öffnet.

Abhilfen für die Gefahren des Keyless Go-Systems

Auch wenn es die wenigsten bisher betroffen haben dürfte, Gedanken sollte man sich in jedem Fall um die Sicherheit seines Fahrzeugs machen. Besonders tückisch erscheinen die Diebstahltricks mit Reichweitenverstärker nämlich gerade deswegen, weil es still und heimlich erfolgt und damit auch keine Passanten aufgeschreckt werden. Daher sind Abhilfen für die Gefahren des Keyless Go-Systems durchaus eine Alternative.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, deaktiviert am besten die Keyless Go-Funktion seines Fahrzeugs. Einige Hersteller bieten das Ein- und Ausstellen der Funktion bequem über den Fahrzeugschlüssel an (bei manchen Mercedes-Modellen z. B. durch zweimaliges Drücken der Verriegelungstaste), andere wiederum über das Bordsystem des Autos. Je nach Beschaffenheit kann es daher mühselig sein, wenn man zwischenzeitlich doch einmal wieder in den Genuss vom Keyless Go-System kommen möchte.

Eine weitere Option ist die Abschirmung des Fahrzeugschlüssels gegen die sogenannten Reichweitenverstärker. Damit muss der Schlüssel von einem Metall umgeben sein, damit die Signale nicht über die wenigen vorgesehenen Meter an Reichweite hinaus gelangen. Dies funktioniert z. B., indem man den Schlüssel in Alufolie einwickelt oder gar eine eigene metallische Hülle dafür ausfindig macht. Die Folie wird manchem Besitzer eines Premiumfahrzeugs jedoch nicht in den Sinn kommen, weshalb dies keine langfristige Lösung sein dürfte.

Eine dritte Möglichkeit, dem Diebstahl eines Fahrzeugs mit Keyless Go-System entgegen zu wirken, ist ein GPS Diebstahlschutz. Damit wird dem Auto ein GPS-Gerät eingebaut, welches stets den aktuellen Standort an einen oder mehrere berechtigte Empfänger übermittelt. Damit lässt sich ein Autoklau zwar nicht im Vorfeld verhindern, dafür aber im Nachgang verfolgen und das Fahrzeug im besten Falle schnell ausfindig machen. Dabei gilt es zu beachten, auf ein möglichst professionelles GPS-System zu setzen. Diese haben nicht selten den Vorteil, im Ruhemodus – also wenn das Fahrzeug steht – ihre Aktivität auf ein Minimum zu beschränken, um für Scanner nur schwer auffindbar zu sein. Diese werden von organisierten Dieben gerne genutzt, um den GPS-Diebstahlschutz frühzeitig aus dem jeweiligen Fahrzeug entfernen zu können. Darüber hinaus können die GPS-Boxen mit einem speziellen Schutz ausgerüstet werden, der Entfernungsversuche ebenfalls signalisiert und somit frühzeitig Alarm schlagen kann.

Text: P. Hünteler, Fotos: pexels.com

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