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Retro-Audi TT: Schwarz-matt zum See

25. April 2012
Private-Cars: Audi TT im ReTTro Look

Bereits im Alter von 18 Jahren hegte Matthias den Wunsch einen Audi TT sein Eigen zu nennen. Im August 2007 setzte er dann seinen Traum in die Tat um. Für den Ingolstädter Sportwagen blieb dies nicht ohne Folgen.

Im September 1994 begann im Design Zentrum des kalifornischen Simi Valley die Entwicklung des Audi TT. Bereits im Jahr darauf wurde die Studie des Audi TT Coupé auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Etwas später, auf der Tokyo Motor Show, erfolgte noch im selben Jahr die Vorstellung des Audi TT Roadster. Der Roadster erhielt als Anlehnung an die NSU Tradition mit dem NSU Prinz TTS den Namen Audi TTS. Besucher der Fachmessen und Motor-Magazin-Journalisten führten Audi durch ihre positive Resonanz dorthin diese Studio zu bauen. Nach nur drei Jahren Entwicklungszeit erscheint das Coupé im Herbst 1998 auf dem Markt. Die erste Generation des TT Coupé erregte Aufsehen, da nach deren Verkaufsstart einige Unfälle passierten, bei denen Menschen zu Tode kamen.

Der zweifache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl brachte damals in einem Interview die Problematik des TT auf den Punkt: „Ich bin eine Runde gefahren, kam zurück, sagte: 'Nicht schlecht, aber für den normalen Menschen zu gefährlich. Wenn der bei 200 das Gas wegnimmt, (dann) fährt der rückwärts. Und das kann halt nur einer auf der Welt, der heißt Röhrl.“ Das Fahrwerk überforderte den normalen Durchschnittsfahrer durch seinen schmalen Grenzbereich. Das Fahrzeug neigte in schnell gefahreren Kurven vom neutralen Fahrverhalten zum plötzlich starken Übersteuern. Audi reagierte, indem ein stabilisierender Heckspoiler, ein optimiertes Fahrwerk und das ESP nachgerüstet wurden. Das Audi TT Coupé wurde mit dem 1.8 Liter Turbomotor und wahlweise mit 132kW (180PS) oder 165kW (225PS) angeboten.

Eine imposante Erscheinung

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Das US Heck des Audi TT Coupé wirkt mit der matten Folie und den Lederarbeiten einmalig.

Für Matthias ist der Audi TT bereits sein drittes Projekt. Besonders wichtig ist ihm bei diesem hier das äußere Erscheinungsbild. Bereits kurz nach dem Kauf im Spätsommer 2007 kamen die ersten Veränderungen zum Einsatz. Der Wagen bekam ein Gewindefahrwerk und einen Satz Felgen spendiert. Aber schon ein Jahr darauf war dies dem Piloten des 1.8T wohl zu langweilig. So ließ er eine GAS Airride der Variante 2 verbauen und schraubte einen Satz Benz-Räder auf die Achsen seines Audi. Die zwei 11 Liter Tanks und den Kompressor ließ Matthias in der Reserveradmulde verschwinden. Aber die Erscheinung war damit in seinen Augen noch lange nicht perfekt. Die Front des 3.2 Liter Modells wurde eingepasst und das Heck des US Audi TT angebracht. In der Summe finden sich zahlreiche OEM ++ Elemente am Fahrzeug des Pfakofener Schraubers wieder.

Grundlegende Veränderungen mit feinen Stoffen

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Schwarzes Leder, Stoffe vom Golf 5 GTI und abgesetzte rote Nähte verwanden den Innenraum.

Im Winter 2009 auf 2010 begannen grundlegende Veränderungen. Das gesamte Interieur wurde umgestaltet und umgesattelt. Sitze vom Porsche GT3 hielten Einzug, die Sonnenblenden wurden gecleant und eine eigens angefertigte Mittelarmlehne wurde eingebracht.
Gesattelt werden sollte aber nicht einfach nur irgendein Stoff. Matthias´ Wunsch war eine Mischung aus schwarzem Glattleder und Stoff aus dem VW Golf 5 GTi. Nachdem dieser nach langer Suche erfolgreich gefunden war, konnte die Firma Style und Sound aus Neuburg an der Donau zur Tat schreiten. Das Armaturenbrett, der Dachhimmel, die Mittelarmlehne, die Türpappen und die Porschesitze wurden mit dem Stoff der Träume bezogen und mit roten Nähten optisch abgesetzt.

Aber auch außen kam die Sattlerei zum Zuge und durfte sich an den Spiegeln, den Türgriffen und dem Heckdiffusor auslassen. Dem langweiligen Lackgewandt des TT rückte Matthias dann aber selbst zu Werke. Mit Schrauberkollegen folierte er seinen Audi komplett selbst. In mattem Schwarz. Jeder der einmal ein Stück matte Folie in der Hand hatte, weiß um die Tücken dieser Materials und kann sich vorstellen wie viel Arbeit hinter einer Komplettfolierung dieser Art steckt. Das Resultat der Mühe kann sich absolut sehen lassen!
Um den Kultfaktor am Audi TT zu unterstreichen, klebte Matthias Retro-Aufkleber auf die Säulen. Ein gekonnter Designzug für eine wirklich auffallende Optik des Sportwagens.

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Mit viel Eigenarbeit und Mut zum Design verwandelte Matthias seinen TT zum Retro-Audi.

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Die 8 x 18 Ronal Aero wurden mit 215/35R18 Pneus bespannt.
"Schwarz und klebrig!"

Richtig gut zum Projekt des Retro-Audi passen die Ronal Aero. In den Maßen 8 x 18 Zoll füllen sie die Radhäuser mit einem ganz eigenen Charme. An den Reifenhändler seiner Wahl hatte Matthias dann auch nur eine Anforderung. Die 215er Pneus sollten schwarz, rund und klebrig sein. Gesagt, bestellt und aufgezogen. Der Motor des 1999er Audi TT blieb Serie. Hat der 1,8 Liter Turbomotor schon ab Werk mit seinen 180 PS ausreichend Kraft um den Wagen stilvoll vorwärts zu treiben. Die Abdeckungen des Aggregats wurden ebenso wie die Außenhaut in mattes Schwarz getaucht. Zudem wurde die Ansaugbrücke des Turbotriebwerks verchromt.

10 Tage Seeabenteuer warten!

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Neben den Spiegeln wurden auf die Türgriffe und der Heckdiffusor gesattelt.

So gestylt gibt es für Matthias und seinen Audi TT im Jahr 2012 eigentlich nur ein Primärziel. Den See 2012. Dort wird es Anfang Mai zum alljährlichen Golf GTi Treffen wieder so richtig rund gehen. Da darf solch ein Wagen natürlich nicht fehlen, ganz klar! Unsere Anerkennung und unsere Blicke werden ihn begleiten!

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Aufkleber im Retro-Style zieren die Säulen des Audi TT Coupé.

Daten und Fakten

Audi TT 8N
Baujahr 1999
Kauf 08.2007

Motor:
1,8T, original 180 PS
Abdeckungen matt schwarz
Ansaugbrücke chrom

Karosserie:
Front vom 3.2 Liter Modell
Heck US Style
OEM ++
Farbe: matt schwarz

Felgen & Fahrwerk:

GAS V2 Airride
V+H: 8x18 Ronal aero
V+H: 215/35 R 18

Interieur:
Porsche GT3 Sitze
kompletter Innenraum mit Leder und Golf GTi Stoff gesattelt und roten Nähten abgesetzt.
Sonnenblenden gecleaned
Eigenbau Mittelarmlehne mit GTi Stoff gesattelt.

Danke an:
Lasurwerk
Style & Sound Sattelarbeiten
Ralf und Lisi
Martin (Mecca) Arnold

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Lässig: Matthias ist vor allem auf die Folierung stolz.

Text: M. Peschel, Bilder: M. Arnold

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Schmo 25.04.12 um 21:10 Uhr
Cooler Bericht, geile Bilder. Danke

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