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Was bedeutet eigentlich „Stickerbomb“?

12. Dezember 2013
Tuning-Lexikon: „Stickerbomb“ im Lexikon

Seit einigen Jahren ist „Stickerbomb“ ein regelmäßig auftauchender Begriff in der Tuningszene. Auch, wenn die meisten das Wort an sich verstehen, ist doch vielen unklar, was damit gemeint ist. Unser Lexikon der Szenebegriffe schafft mal wieder Abhilfe!

Unter „Stickerbomb“ oder „Stickerbombing“ versteht man in der Tuningszene das exzessive Aufbringen von Aufklebern auf einzelne Fahrzeugteile oder gar kompletten Autos. Optisch erinnern die in dieser Form verzierten Flächen an die „Stickerkunst“, eine Form von „Street Art“, wie man sie häufig in Großstädten wiederfindet.
Der „Stickerbomb“-Style ist in Japan und den USA bereits weitaus länger etabliert als in Deutschland. Der Ursprung wird zumeist der JDM-Szene zugeordnet.

Die Kunst des Stickerbombings

Was bedeutet eigentlich „Stickerbomb“? Bild 760279
Hier sorgt eine Stickerbomb-Folie für den gewünschten Look

Die Kunst des „Stickerbombings“ ist es, eine Fläche nicht einfach nur mit Aufklebern zu übersähen, sondern aus den verschiedensten Farben und Formen eine homogene Einheit zu schaffen. Problematisch im Zusammenhang mit den vielen in Art, Form und Qualität völlig unterschiedlichen Stickern ist die variierende Haltbarkeit. So kommt es oft vor, dass einzelne Aufkleber verblassen oder sich vorzeitig zersetzen. Während manche diesen Effekt sogar schätzen, setzen andere auf die mittlerweile gängigen „Stickerbomb“-Folien, um ihrem Fahrzeug einen individuellen Look zu verpassen. Die beim tatsächlichen Aufkleben vieler einzelner Sticker entstehenden Kanten und Überlappungen entfallen hierbei, die Klebkraft und Witterungsbeständigkeit ist für die gesamte Fläche einheitlich. Allerdings geht dies natürlich auf Kosten von Kreativität und Individualität.

Was bedeutet eigentlich „Stickerbomb“? Bild 760281
Teilweise finden die Sticker auch unter der Motorhaube Verwendung

Nachdem der „Stickerbomb“-Trend sich vor ein paar Jahren auch bei uns bemerkbar gemacht hatte, sah man sehr viele Fahrzeuge mit entsprechend gestylten Flächen. Ob der Rest des Wagens nun dazu passte oder nicht, war in dem Zusammenhang, wie bei allen Trends, meistens egal. Nachdem der erste große Hype abgeklungen war, sah man immer öfter sinnvoll eingesetzte Stickerflächen an Szenefahrzeugen. Heute kann sagen, dass „Stickerbomb“ sich etabliert hat und zumeist Schweller, Lippen, Kotflügel oder Motorhauben von Fahrzeugen ziert, bei denen das Gesamtkonzept entsprechend ausgelegt ist.

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Text & Fotos B. Planz

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