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Was bedeutet eigentlich „Stickerbomb“?

17. Juli 2019
Tuning-Lexikon: „Stickerbomb“ im Lexikon

Seit einigen Jahren ist „Stickerbomb“ ein regelmäßig auftauchender Begriff in der Tuningszene. Auch, wenn die meisten das Wort an sich verstehen, ist doch vielen unklar, was damit gemeint ist. Unser Lexikon der Szenebegriffe schafft mal wieder Abhilfe!

Unter „Stickerbomb“ oder „Stickerbombing“ versteht man in der Tuningszene das exzessive Aufbringen von Aufklebern auf einzelne Fahrzeugteile oder gar kompletten Autos. Optisch erinnern die in dieser Form verzierten Flächen an die „Stickerkunst“, eine Form von „Street Art“, wie man sie häufig in Großstädten wiederfindet.
Der „Stickerbomb-Style" hat sich vor allem in Japan und den USA etabliert, aber auch in Deutschland wird dieser Stil immer beliebter. Der Ursprung des „Stickerbombings" wird meist der JDM-Szene zugeordnet.

Die Kunst des Stickerbombings

Was bedeutet eigentlich „Stickerbomb“? Bild 760279
Hier sorgt eine Stickerbomb-Folie für den gewünschten Look

Die Kunst des „Stickerbombings“ ist es, eine Fläche nicht einfach nur mit Aufklebern zu übersähen, sondern aus den verschiedensten Farben und Formen eine homogene Einheit zu schaffen. Problematisch im Zusammenhang mit den vielen in Art, Form und Qualität völlig unterschiedlichen Stickern ist die variierende Haltbarkeit. So kommt es oft vor, dass einzelne Aufkleber verblassen sich vorzeitig zersetzen oder ablösen. Während manche diesen Effekt sogar schätzen, setzen andere auf die mittlerweile gängigen „Stickerbomb-Folien", um ihrem Fahrzeug einen individuellen Look zu verpassen. Die beim tatsächlichen Aufkleben vieler einzelner Sticker entstehenden Kanten und Überlappungen entfallen hierbei, die Klebkraft und Witterungsbeständigkeit ist für die gesamte Fläche einheitlich. Allerdings leidet die Kreativität und Individualität bei der Verwendung solcher Folien.

Die Entwicklung des Stickerbombings in Deutschland

Was bedeutet eigentlich „Stickerbomb“? Bild 760281
Teilweise finden die Sticker auch unter der Motorhaube Verwendung

Nachdem sich der Trend des Stickerbombings auch in Deutschland durchsetzte, sah man viele Fahrzeuge mit entsprechend gestylten Flächen. Dabei war es egal, ob der Rest des Wagens optisch zu den Stickern passte. Nachdem der erste große Hype um den „Stickerbomb-Stil" abgeklungen war, sah man immer öfter sinnvoll eingesetzte Stickerflächen an Szenenfahrzeugen.

Heute kann man sagen, dass sich das Stickerbombing auch bei uns etabliert hat, und meistens auf Schwellern, Lippen, Kotflügeln oder Motorhauben zu finden ist.

Fazit zur Entwicklung des Stickerbombings

- Anfänglich nur in Japan und USA vertreten
- Einzelne Sticker oder Stickerfolie
- Bessere Haltbarkeit dank Folie
- Großer Hype abgeklungen
- Auch in Deutschland etabliert

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Text & Fotos B. Planz

Zur Bildergalerie des Artikels (8 Bilder)
Datum der Erstveröffentlichung: 12.12.2013

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