Heckspoiler
Empfehlung für Heckspoiler




































































































Einen Heckspoiler bzw. einen Heckflügel anbringen zu lassen gehört seit Jahrzehnten mit zu den beliebtesten Maßnahmen beim Tuning von Fahrzeugen. Kein Wunder: Sie verändern die Optik eines Autos, ohne dass dafür ein allzu großer Aufwand betrieben werden muss. Verhältnismäßig kostengünstig ist das Ganze obendrein. Egal, ob Heckspoiler oder Heckflügel - der Wagen sieht damit einfach stylischer und sportlicher aus, erinnert in seiner gesamten Anmutung zumindest ansatzweise an einen Rennwagen, so wie man ihn von der Piste her kennt.
Praktischerweise wird durch diese relativ simple Tuningmaßnahme aber nicht nur die Optik deutlich aufgewertet, vielmehr verändert sich auch das Fahrverhalten hin zum Besseren. Gründe genug also, sich ein wenig mehr mit der Thematik Heckspoiler und Heckflügel auseinanderzusetzen.
Um die Funktionsweise von einem Heckspoiler besser verstehen zu können, tut man gut zunächst daran, sich den englischen Teil des Wortes näher anzusehen. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es nämlich so viel wie "etwas verderben" oder "etwas beschädigen". Beschädigt werden soll dabei allerdings nicht das Fahrzeug, auf dem der Heckspoiler angebracht wurde, sondern vielmehr die Luftströmung, die beim Fahren automatisch entsteht und die das Auto ganz natürlich umfließt.
Anders ausgedrückt: Ein Heckspoiler stört ganz einfach die Luftströmung während der Fahrt. Es versteht sich von selbst, dass diese Störung natürlich auch die gesamte Aerodynamik des Wagens beeinflusst. Ziel ist es, durch die luftabweisende bzw. luftablenkende Funktion den Auftrieb der Karosserie, der durch die sie umströmenden Luftmassen zwangsläufig entsteht, zu verringern. Das wiederum führt zu einer deutlichen Verbesserung der Übertragung bestimmter physikalischer Kräfte von der Karosserie auf die Fahrbahn und damit auch zu einem verbesserten Fahrverhalten. Insbesondere bei hohen Geschwindigkeit wird durch einen Heckspoiler mehr Fahrstabilität erzielt, was sich vor allem im Verhalten des Fahrzeugs bei Kurvenfahrten bemerkbar macht.
Die beiden Ausdrücke Heckspoiler und Heckflügel werden sehr häufig synonym gebraucht. Das ist allerdings nicht ganz korrekt. Tatsächlich unterscheiden sie sich nämlich in einem ganz wesentlichen Punkt. Während nämlich der klassische Heckspoiler den Luftstrom abweist beziehungsweise ablenkt, wird bei einem Heckflügel die Luft über und unter ihm hindurch geleitet. Man spricht davon, dass seine Unter- und seine Oberseite überströmt werden.
Ziel ist es, auf diese Weise mehr Anpressdruck und damit eine bessere Bodenhaftung des Fahrzeugs zu erzeugen. Für welche Variante man sich schlussendlich entscheidet, ist wohl vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks. Grundsätzlich gilt: Ein Flügel wirkt optisch deutlich auffälliger und erinnert noch stärker an einen Rennwagen als ein Heckspoiler.
Heckspoiler werden heute zumeist aus Kunststoff hergestellt. Eher selten trifft man auf hochpreisige Produkte aus Metall oder Carbon. Kunststoff bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Am bedeutendsten dabei: Er ist leicht und hat deswegen nur eine geringe Auswirkung auf das Gewicht des Fahrzeugs. Darüber hinaus lässt er sich auch relativ einfach formen und ist sehr bequem zu handhaben. In Form und Farbe unterscheiden sich Heckspoiler naturgemäß erheblich. Für was man sich entscheidet, hängt einmal mehr von den persönlichen Vorlieben ab. In Bezug auf Form und Größe sollte man auf jeden Fall mit bedenken, dass jeder Heckspoiler natürlich auch den Luftwiderstand erhöht, was gegebenenfalls auch zu einem etwas höheren Verbrauch führen kann.
Wie so oft gilt deshalb auch hier, dass weniger mehr ist. Bezüglich der Farbe gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder man entscheidet sich für eine Lackierung in der Farbe des Wagens oder aber man setzt auf einen zusätzlichen optischen Akzent, indem man bewusst einen Heckspoiler in einer anderen oder sogar kontrastierenden Farbe wählt. Letztlich geht es dabei also erneut um den persönlichen Geschmack.
Heckspoiler werden heute in den allermeisten Fällen aufgeklebt. Es gibt kaum noch Produkte, die verschraubt werden. Damit das Kleben auch gelingt und eine dauerhafte Stabilität gewährleistet wird, verwendet man dafür am besten einen speziellen Spoilerkleber, der schon für wenig Geld erhältlich ist. Grundsätzlich kann die Montage zwar auch von einem Laien ausgeführt werden - es empfiehlt sich dennoch, einen Fachmann damit zu betrauen, da bei der Verbindung unterschiedlicher Materialien wie eben Metall und Kunststoff ein hohes Maß an Sorgfalt nötig ist. Die Fachwerkstatt bietet sich im Übrigen auch an, wenn der Heckspoiler professionell und sauber in der Farbe des Wagens lackiert werden soll.